Stadt Bremen · Rechte Parteien, Netzwerke und lokale Konflikte
Politische Rechte in Bremen
Die politische Rechte gewinnt in Bremen Stimmen, organisiert sich in den Stadtteilen und greift Menschen und Orte an, die für eine offene Gesellschaft stehen. Unsere Recherchen zeigen, wie Wahlerfolge, Mandate, rechte Netzwerke und der Druck auf kritische Zivilgesellschaft zusammenwirken.
Diese Übersicht führt durch die Stadt Bremen: von der Wahlgeografie über Parteien und Beiräte bis zu rechten Räumen, Gewalt und Gegenprotest. Landespolitische Zusammenhänge werden dort einbezogen, wo sie die Stadt betreffen. Für die zweite Stadt des Bundeslandes gibt es die Übersicht Bremerhaven.
Aktuell: Rechte Aufwertung, Einschüchterung und Gegenprotest
Einheitsfest: angekündigte Bühne für die AfD
Für den 3. Oktober 2026 kündigt das offizielle Programm ein Gespräch mit Stephan Brandner und Sergej Minich im Bundestagsforum am Weserstadion an. Unsere Analyse fragt nach der politischen Aufwertung der AfD und nach dem Platz der von rechter Gewalt Betroffenen in Bremens Erinnerung.
SPD-Konferenz: Der Umgang mit der AfD steht zur Debatte
Die Vorsitzenden der SPD-Fraktionen aus Bund und Ländern sowie der sozialdemokratischen EU-Abgeordneten trafen sich in Bremen. Zum angekündigten Themenkreis gehörten die Lage der SPD und der Umgang mit der AfD. Die Konferenz rückt die Frage ins Zentrum, welche politischen Konsequenzen etablierte Parteien aus dem Erstarken der Rechten ziehen.
NS-Flagge vor dem Schulalltag
Nahe der Oberschule Lesum hing die Reichskriegsflagge von 1933 bis 1935. Ein Lehrer schilderte gegenüber Radio Bremen konkrete Ängste von Schüler:innen. Nach der Berichterstattung wurde die Flagge am 24. September abgenommen und nach Behördenangaben freiwillig der Polizei übergeben. Der Fall zeigt, wie NS-Symbolik Kindern im Schulalltag Angst macht.
Antifaschismus unter parlamentarischem Druck
Eine BIW-Anfrage vom 16. September richtet sich auf Bremer Strukturen des Protests gegen den AfD-Parteitag in Erfurt. Die Recherche verbindet den Fragenkatalog mit früheren Forderungen nach Förderentzug, Raumentzug und dienstrechtlichen Sanktionen.
Bremen bleibt stabil: Protest gegen Normalisierung
Am 12. September demonstrierten mehrere tausend Menschen rund um den Hauptbahnhof gegen die AfD. Unser Bericht verbindet den Protest mit der Frage, welchen Schutz bedrohte Menschen und engagierte Initiativen tatsächlich erfahren.
Wahl 2027: Die AfD stellt sich neu auf
Am 15. August wählte die AfD Sergej Minich in Blumenthal zum Spitzenkandidaten für den Wahlbereich Bremen. Er kündigte an, bei einem Einzug in die Bürgerschaft sein Bundestagsmandat abzugeben. Unsere Dossiers erschließen Führung, Kandidaturen und Nachwuchsorganisation.
Parteien, Mandate und Beiräte
Die Beiräte arbeiten in den Stadtteilen, die Stadtbürgerschaft entscheidet über kommunale Angelegenheiten der Stadt Bremen. Die Bremische Bürgerschaft als Landtag vertritt Bremen und Bremerhaven. Diese Ebenen prägen unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten der rechten Akteur:innen.
AfD: Parteiaufbau und parlamentarischer Einfluss
Mit Sergej Minich im Bundestag und Sven Lichtenfeld im Landtag verbindet die AfD Parteiarbeit mit parlamentarischer Öffentlichkeit. Lichtenfelds Landtagsmandat stammt aus dem Wahlbereich Bremerhaven. Die Dossiers verfolgen diese unterschiedlichen Rollen und den Anlauf auf die Wahl 2027.
Bürger in Wut / Bündnis Deutschland
Die Bremer Bürgerschaftsfraktion trägt seit August 2026 wieder den Namen Bürger in Wut. Nach eigener Mitteilung gründete die im Juli neu aufgestellte Partei am 5. September einen Landesverband Bremen unter Jan Timke. Unsere Recherchen verfolgen die personellen und politischen Kontinuitäten sowie Angriffe auf soziale Teilhabe, Kultur und antifaschistisches Engagement. [Parteimitteilung]
Bürgerallianz Bremen/Bremerhaven
Holger Fricke, Meltem Sağiroğlu und Sascha Schuster schlossen sich im Oktober 2025 nach ihren Austritten aus BD zu einer parlamentarischen Gruppe zusammen. Fricke und Sağiroğlu gehören auch der Stadtbürgerschaft Bremen an. Ihre Dossiers untersuchen die politische Kontinuität nach dem organisatorischen Bruch.
Beiräte und Fachausschüsse
In den Stadtteilen geht es um Unterkünfte, Kultur, Verkehr und die Nutzung öffentlicher Räume. Die folgenden Personendossiers zeigen, wer rechte Positionen vor Ort vertritt und wie politische Laufbahnen über Parteiwechsel hinweg fortwirken.
Personendossiers aus den Stadtteilen
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Politische Laufbahn von der SPD zu BIW, rassistische Positionierungen und Rückkehr in den Beirat.
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Früheres Beiratsmandat, heutige Fachausschussarbeit, Bunker F76 und Konflikt mit Zuckerwerk.
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Frühere AfD-Mitgliedschaft, kommunale Verankerung bei BIW/BD und Politik zur Unterkunft am Holzdamm.
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Frühere AfD-Kandidatur, spätere BIW-Kandidaturen und Beiratsarbeit.
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Heute als parteilos geführtes Beiratsmitglied; dokumentierte Teilnahme an Neonazi-Aufmärschen und Einzug über die BIW-Liste.
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Wiedereinzug über BIW, späterer Parteiaustritt und politische Vorgeschichte in der AfD.
Weitere Dossiers zu Abgeordneten aus dem Wahlbereich Bremen: Piet Leidreiter, André Minne, Cord Degenhard und Sven Schellenberg. Zur landespolitischen Arbeit der aus Bremerhaven gewählten BIW-Abgeordneten führt das Dossier Julia Tiedemann.
Stadtteile, rechte Räume und Netzwerke
Rechte Politik organisiert sich über Ämter, Treffpunkte, Medien und persönliche Verbindungen. Die folgenden Zugänge führen zu konkreten Bremer Orten und Zusammenhängen.
Bremen-Nord: Parteiführung und Nachwuchs
Das Netzwerk um Marvin Mergard verbindet den Kreisverband mit Landesvorstand und neuer Parteijugend. Die Recherchen verfolgen Ämter, politische Laufbahnen und dokumentierte Kontakte zur Identitären Bewegung.
Walle: Räume für die Rechte, Druck auf Freiräume
Der Bunker F76 gibt der AfD einen Ort für ihre Organisation. Zuckerwerk und der Wagenplatz Ølhafen stehen für Konflikte um selbstbestimmte Kultur und Wohnen. Die Stadtanalyse führt die Fälle zusammen.
Immobilien als politische Machtressource
Neonazis: Einschüchterung und Gewalt
Die Recherche „Feindbild Antifa“ verfolgt Phalanx 18 und weserems.aktion. Das Friese-Dossier behandelt den Brandanschlag von 2020, das Urteil von 2025 und die Bedeutung antifaschistischer Aufklärung.
Rechte Bündnisse und verschwörungsideologische Milieus
Die Dossiers zeigen an Bremer Demonstrationen, Parteikonflikten und gemeinsamen Auftritten, wie politische Milieus Kontakte knüpfen und sich gegenseitig Öffentlichkeit verschaffen.
Christliche Rechte und digitale Reichweite
Am Beispiel von St. Martini und überregionalen Kooperationen untersucht die Recherche, wie religiöse Medienangebote, queerfeindliche Positionen und die Abwehr öffentlicher Kritik zusammenkommen.
Institutioneller Rassismus und Schutz vor Diskriminierung
Die Dossiers zur Feuerwehr und zur Brebau untersuchen rassistische Praktiken, Machtverhältnisse und die Folgen für Betroffene. Sie erschließen einen eigenen Teil des regionalen Lagebilds.
Weitere Zugänge: Angriffe auf migrantisches Leben, Rockerorte und Neonazi-Verbindungen und türkischer Ultranationalismus und Graue Wölfe. Die Netzwerkübersicht ordnet die weiteren Organisationen und Themen.
Vertiefende Stadtanalyse und Wahlergebnisse
Die vertiefende Analyse verbindet die Wahlen 2019, 2023 und 2025 mit lokalen Konflikten. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die angegebene Wahl und Gebietsebene. Für den landesweiten Vergleich führt die Analyse der Bundestagswahl 2025 weiter.
Bremens Rechtsruck: Stimmen gewinnen, Freiräume angreifen
Recherche und Analyse · 2026
30,6 Prozent für die AfD in Tenever, ein Bunker als Parteistützpunkt in Walle, politischer Druck auf Kultur- und Wohnprojekte: In Bremen gewinnt die Rechte Wähler:innen und greift zugleich die Räume einer offenen Stadt an. AfD und Bürger in Wut konkurrieren um Mandate. Ihre personellen Übergänge und konkreten Kampagnen zeigen, wie weit rechte Politik im Bremer Alltag bereits reicht.
In Tenever erhielt die AfD bei der Bundestagswahl 2025 fast jede dritte gültige Zweitstimme. Im Stadtteil Blumenthal war es rund jede vierte. Wer den Bremer Rechtsruck verstehen will, muss diese örtlichen Ergebnisse ebenso betrachten wie die Akteur:innen, die der Partei Räume verschaffen und gegen alternative Projekte vorgehen. In Walle lässt sich beides an einer Person zeigen: Gerald Höns bekämpfte als AfD-Beirat den Kulturverein Zuckerwerk. Heute ermöglicht er der AfD die Nutzung seines Bunkers. Die damalige Auseinandersetzung und unsere aktuelle Recherche machen den politischen Zusammenhang greifbar.
Es geht um Einfluss auf die Stadt: Wer bekommt einen Treffpunkt, wessen Förderung wird angegriffen, wer wird öffentlich zum Feind erklärt? Wahlerfolge geben rechten Akteur:innen zusätzliches Gewicht. Die Folgen ihrer Politik treffen Menschen, die Kultur organisieren, gemeinschaftlich wohnen oder sich gegen Rassismus engagieren.
2025: Die AfD verdoppelt ihren Stimmenanteil
Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 erhielt die AfD in der Stadt Bremen 39.664 Zweitstimmen und 13,5 Prozent. 2021 waren es 17.297 Stimmen und 6,2 Prozent gewesen. Der Zuwachs beträgt 7,3 Prozentpunkte. Bündnis Deutschland, in dem Bürger in Wut damals aufgegangen waren, kam bei derselben Wahl auf 677 Zweitstimmen und 0,2 Prozent. Im Wettbewerb dieser beiden Parteien dominierte die AfD damit eindeutig. Das amtliche Stadtergebnis und der Vergleich mit 2021 dokumentieren diese Verschiebung.
Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.
| Gebiet | 2021 | 2025 |
|---|---|---|
| Stadt Bremen | 6,2 % | 13,5 % |
| Blumenthal | 12,3 % | 25,3 % |
| Osterholz | 11,1 % | 24,1 % |
| Vahr | 10,0 % | 22,0 % |
| Gröpelingen¹ | 10,6 % | 20,3 % |
| Huchting | 9,8 % | 19,4 % |
| Schwachhausen | 2,4 % | 5,3 % |
| Östliche Vorstadt | 2,3 % | 4,7 % |
| Ortsteil Tenever² | 14,5 % | 30,6 % |
Die Ortsnamen verlinken die jeweilige Seite der amtlichen Ergebnistabelle. Alle Angaben sind auf eine Nachkommastelle gerundet. ¹ Gröpelingen einschließlich des statistisch zugeordneten Ortsteils Industriehäfen. ² Tenever gehört zum Stadtteil Osterholz. Die übrigen benannten Gebiete sind Stadtteile.
Besonders drastisch ist der Sprung in Tenever: von 14,5 auf 30,6 Prozent. Dort erhielt die AfD 977 Zweitstimmen. Zugleich stieg die Wahlbeteiligung von 48,7 auf 62,8 Prozent. Die Partei wuchs also bei einer deutlich stärkeren Wahlbeteiligung. Auch in Blumenthal und Osterholz verdoppelte sich ihr Anteil ungefähr. In Schwachhausen und der Östlichen Vorstadt legte sie ebenfalls zu, blieb aber auf erheblich niedrigerem Niveau.
Die örtlichen Schwerpunkte reichen weit zurück
Bereits 2011 gewann Bürger in Wut sieben Sitze in Bremer Beiräten. Der Politikwissenschaftler Tim Niendorf beschreibt diesen Ausbau in seinem Beitrag zur Geschichte der Partei. Die Beiräte verschafften der Rechten damit früh öffentliche Präsenz und Möglichkeiten, Stadtteilkonflikte politisch zu besetzen. Für eine lokal arbeitende Partei sind solche Mandate wertvoll: Ihre Vertreter:innen können regelmäßig Anträge stellen, Themen auf die Tagesordnung bringen und als Ansprechpartner:innen auftreten.
Bei der Stadtbürgerschaftswahl 2019 erreichte die AfD stadtweit 5,63 Prozent. Die örtlichen Unterschiede waren schon damals erheblich. Die ausgewählten Ergebnisse zeigen, in welchen Teilen Bremens sie früh überdurchschnittliche Zustimmung gewann:
Auf schmalen Bildschirmen lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.
| Gebiet | AfD |
|---|---|
| Stadt Bremen | 5,63 % |
| Blumenthal | 11,86 % |
| Gröpelingen | 10,04 % |
| Osterholz | 9,15 % |
| Vahr | 8,90 % |
| Huchting | 8,36 % |
| Schwachhausen | 2,11 % |
| Östliche Vorstadt | 2,01 % |
Blumenthal, Gröpelingen, Osterholz, Vahr und Huchting lagen bereits 2019 über dem stadtweiten Ergebnis; 2025 gehörten sie erneut zu den stärkeren AfD-Gebieten. Der Vergleich zeigt wiederkehrende örtliche Schwerpunkte über zwei unterschiedliche Wahlarten hinweg. Für die AfD bieten diese Stadtteile Ansatzpunkte, um Zustimmung in dauerhafte politische Präsenz umzusetzen. Der Ausbau solcher Strukturen entscheidet mit darüber, wie viel Einfluss aus einem Wahlergebnis entsteht.
2023: Bürger in Wut profitieren vom AfD-Desaster
2023 scheiterte die AfD nach internen Konflikten an der Zulassung zur Bürgerschaftswahl. Bürger in Wut nutzten diese besondere Konkurrenzlage. Bei der Wahl zur Stadtbürgerschaft Bremen erreichten sie 81.897 Partei- und Personenstimmen, entsprechend 7,4 Prozent. Besonders stark waren die Ergebnisse in Gröpelingen mit 13,0 Prozent, Huchting mit 11,2 Prozent und der Vahr mit 10,3 Prozent. Erneut traten damit mehrere jener Stadtteile hervor, in denen zuvor die AfD überdurchschnittlich abgeschnitten hatte.
Rainer Roeser und Alexander Häusler werteten in LOTTA Befragungen zur Bürgerschaftswahl im Land Bremen aus: 54 Prozent der BIW-Wähler:innen begründeten ihre Entscheidung mit dem Ausfall der AfD. Das verschaffte Bürger in Wut eine außergewöhnlich günstige Ausgangslage.
LOTTA dokumentierte zudem Wahlplakate, die Kriminalität und Migration verknüpften, sowie Timkes Inszenierung als Stimme eines vermeintlich einheitlichen Volkswillens. Soziale Unsicherheit wurde damit auf Feindbilder gelenkt. Wer sich als Sprachrohr der Wut anbietet, übernimmt Verantwortung dafür, gegen wen diese Wut gerichtet wird.
Die Parteigrenze bleibt personell durchlässig
Piet Leidreiter gehörte der AfD von 2013 bis 2015 an, zuletzt als Bundesschatzmeister. Über die von Bernd Lucke gegründete ALFA führte ihn sein Weg 2017 zu Bürger in Wut. 2023 war er ihr Spitzenkandidat in Bremen. Auch Sven Schellenberg und Ulf Nummensen kamen aus der AfD. Diese Übergänge sind in den Recherchen von Roeser und Häusler sowie Alina Götz und Andreas Speit dokumentiert.
Mit solchen Wechseln wandern politische Erfahrung, Bekanntheit und Kontakte. Bürger in Wut konnten Personal aufnehmen, das sich zuvor innerhalb der AfD aufgebaut hatte. An Leidreiter, Schellenberg und Nummensen lässt sich deshalb konkret verfolgen, wie rechte Politik unter wechselnden Parteischildern fortgesetzt wird. Der Wettbewerb um dieselben Mandate besteht zugleich mit diesen personellen Verbindungen.
Eine weitere Abspaltung entstand im Oktober 2025: Holger Fricke, Meltem Sağiroğlu und Sascha Schuster bildeten die Bürgerallianz Bremen/Bremerhaven. Fricke erklärte bei der Vorstellung gegenüber Radio Bremen, die Trennung von BD habe keine politischen Gründe gehabt; inhaltlich stehe man der früheren Fraktion weiter nahe. Für die Stadt Bremen sind besonders Fricke und Sağiroğlu relevant, die auch der Stadtbürgerschaft angehören. Der Gruppenname bezeichnet eine neue parlamentarische Organisation, während die politischen Kontinuitäten an ihren Positionen und Initiativen sichtbar bleiben. [Quelle]
Zuckerwerk: Ein Beiratsmandat gegen einen Kulturort
Welche Wirkung rechte Kommunalpolitik entfalten kann, zeigt der Fall Zuckerwerk. Gerald Höns wandte sich als AfD-Mitglied des Waller Beirats gegen den Verkauf eines Bunkers an den Kulturverein. In seiner Begründung brachte er das Projekt mit Straftaten in Verbindung. Nach einer Abmahnung wiederholte er die Äußerungen in einer E-Mail. Das Landgericht Bremen untersagte ihm 2019, den Verein mit Straftäter:innen und Brandstifter:innen in Verbindung zu bringen. Eiken Bruhn berichtete für die taz über die Unterlassungsentscheidung.
Der Angriff traf Zuckerwerk während der Verhandlungen über einen eigenen Veranstaltungsort. Damit bekam die Diffamierung eine materielle Stoßrichtung: Ein Kulturprojekt wurde in dem Moment unter Verdacht gestellt, in dem es Räume sichern wollte. Höns nutzte dafür die Öffentlichkeit eines kommunalen Mandats. Der Fall zeigt, wie rechte Stimmungsmache in konkrete Entscheidungen über städtische Räume eingreifen kann.
Höns’ damalige Funktion ist vom heutigen Stand zu unterscheiden: Seit dem Ende der Wahlperiode 2019–2023 besitzt er kein gewähltes Beiratsmandat mehr. Das Personendossier Gerald Höns dokumentiert seine anschließende Tätigkeit im Waller Fachausschuss Bau, Umwelt und Verkehr, dessen Verzeichnis ihn unter Bündnis Deutschland führt.
Höns’ Bunker: Organisatorischer Rückhalt für die AfD
Bei der AfD übernimmt Höns selbst die Rolle des Raumgebers. In einer E-Mail vom 10. September 2026 erklärte er uns, die Partei habe einen Raum in seinem Bunker an der Grenzstraße gemietet. Zusätzlich könne sie gelegentlich den Gemeinschaftsraum „Luftschutzraum 5“ nutzen. Für eine Wahlfeier am 6. September nannte er rund 20 AfD-Akteur:innen vor Ort. Die Vermietung von Bunkerräumen bezeichnete er als sein Geschäftsmodell; zugleich begründete er die Unterstützung ausdrücklich politisch. Wir haben seine Angaben in unserer Recherche zum Bunker F76 dokumentiert.
Die seiner Mail beigefügten Unterlagen enthalten Einladungen zu AfD-Stammtischen, zu einem Neumitgliedertreffen am 22. November 2025 und zu einem Kreisparteitag am 13. Dezember 2025. Als Veranstaltungsort ist der Bunker F76 angegeben. Damit dient der Standort unterschiedlichen Aufgaben des Parteilebens: Mitglieder kennenlernen, Treffen organisieren, Parteiarbeit vorbereiten. Höns verschafft der AfD dafür eine konkrete räumliche Grundlage.
Die Gegenüberstellung ist politisch brisant. Derselbe Akteur, der einen Kulturverein im Streit um dessen Räume mit Straftaten in Verbindung brachte, unterstützt die organisatorische Verankerung der AfD. In Walle verläuft der Konflikt deshalb auch entlang der Frage, welche politischen Milieus Zugang zu dauerhaft nutzbaren Orten erhalten und welche unter öffentlichen Druck geraten.
Rassistische Feindmarkierung trifft den Nachbarn
Höns’ Unterstützung der AfD steht neben einer weiteren dokumentierten Handlung: Nach einem taz-Bericht vom 13. Januar 2026 teilte er auf Facebook ein Video, das den Schwarzen Waller Nachbarn und Linken-Aktivisten Ibou zeigte und unter dem Schlagwort „Invasive Menschen“ verbreitet wurde. Ibou und eine ebenfalls gefilmte Nachbarin erstatteten Anzeige.
Die Bezeichnung überträgt ein Bild unerwünschten Eindringens auf einen Menschen aus dem Stadtteil. Sie macht einen Nachbarn zum Fremdkörper. Darin liegt der rassistische Gehalt dieser Veröffentlichung: Seine gleichberechtigte Zugehörigkeit wird angegriffen. Wer eine solche Darstellung verbreitet, trägt dazu bei, den Betroffenen öffentlich als unerwünscht zu markieren.
Das verbindet lokale Praxis mit einem zentralen Problem der AfD-Ideologie. Das Deutsche Institut für Menschenrechte analysierte 2023, wie das national-völkische Volksverständnis der Partei Menschen nach Herkunft unterschiedlich bewertet und ihre gleiche Würde verletzt. In Bremen erhält die Auseinandersetzung um Zugehörigkeit ein Gesicht: Sie betrifft Menschen wie Ibou, die hier wohnen und politisch handeln.
Kukoon: Der Förderstopp als politische Drohung
Im Streit um das Kulturzentrum Kukoon zeigte sich 2026, wie ein Extremismusvorwurf in finanziellen Druck übersetzt wird. Anlass war eine Buchveranstaltung der Roten Hilfe im Oktober 2024. Der CDU-Kulturpolitiker Claas Rohmeyer warf der Kulturbehörde vor, mit öffentlichen Mitteln Extremismus zu fördern. Eiken Bruhn zeichnete die Auseinandersetzung in der taz nach.
Jan Timke, damals Fraktionsvorsitzender von Bündnis Deutschland, verlangte am 4. März 2026 einen sofortigen Stopp weiterer Fördermittel bis zur vollständigen Klärung. Seine Fraktionsmitteilung machte damit die laufende Prüfung selbst zum Anlass einer finanziellen Sanktion. Ein Kulturort sollte seine Förderung bereits während der politischen Auseinandersetzung verlieren.
Im Mai berichtete die taz über das Ergebnis der Prüfung: Die Kulturbehörde ordnete die Veranstaltung der Kunst- und Meinungsfreiheit zu und bestätigte die eigenständige Programmgestaltung des Hauses. Damit bekräftigte sie dessen Förderfähigkeit. Gefördert worden war die Einrichtung als solche.
Timkes Forderung zielte auf einen empfindlichen Punkt: den laufenden Betrieb eines Kulturzentrums. Eine Finanzierung unter ständigem politischem Vorbehalt setzt Verantwortliche unter Druck, ihr Programm an den Angriffen von außen auszurichten. So wird der Vorwurf des Extremismus zum Instrument gegen kulturelle Selbstbestimmung. Der Fall Kukoon zeigt, wie schnell rechte Akteur:innen aus einer umstrittenen Veranstaltung eine Forderung nach finanzieller Bestrafung entwickeln.
Im September 2026 setzte sich der parlamentarische Druck auf kritische Strukturen fort. Eine Kleine Anfrage von Jan Timke und Bürger in Wut vom 16. September nimmt Bremer Unterstützungsstrukturen der Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt in den Blick. Gefragt wird unter anderem nach Landesbediensteten, dem Alten Sportamt und Förderbeziehungen. Unsere Recherche „Antifaschismus im Visier“ ordnet den Vorstoß in die dokumentierten Forderungen nach Förderentzug, Raumentzug und dienstrechtlichen Sanktionen ein. [Quelle]
Ølhafen: Angriffe auf einen Wohnort, Druck aus dem Parlament
Beim Wagenplatz Ølhafen in Walle traf die Feindschaft gegen alternative Lebensweisen Menschen zu Hause. Bewohner:innen berichteten der taz von einem Überfall in der Nacht zum 2. Februar 2024: Zwei Menschen seien mit Pfefferspray angegriffen worden, eine weitere Person habe eine Kopfverletzung erlitten. Sie schilderten zudem frühere Böllerattacken und rechte Parolen aus vorbeifahrenden Autos. Lotta Drügemöller dokumentierte ihre Erfahrungen.
Im Juni 2024 setzten Unbekannte den Schutzzaun des Platzes in Brand. Die Polizei bestätigte gegenüber der taz Ermittlungen wegen Brandstiftung. Lilli Uhrmacher berichtete zugleich, dass Bündnis Deutschland bereits drei Tage nach dem Februar-Überfall eine Große Anfrage gegen den Wagenplatz eingebracht hatte. Ein Mitarbeiter des Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus bewertete die Anfrage als politische Legitimation für Angriffe aus einem vermeintlich bürgerlichen rechten Umfeld. Der Senat bekräftigte in seiner Antwort die Unterstützung alternativer Wohnformen.
Das parlamentarische Vorgehen verschärfte den Rechtfertigungsdruck auf einen bereits angegriffenen Wohnort. Für die Bewohner:innen standen Sicherheit und Bleibeperspektive auf dem Spiel. Wer in dieser Lage die Existenz des Projekts zum Skandal erklärt, verstärkt seine öffentliche Stigmatisierung. Der Angriff auf Freiräume hat hier eine unmittelbar persönliche Dimension: Er trifft die Möglichkeit, im eigenen Zuhause geschützt zu leben.
Die soziale Frage wird zur Frage politischer Macht
Die Konzentration rechter Wahlerfolge in bestimmten Stadtteilen lenkt den Blick auf soziale Teilhabe und politische Handlungsmöglichkeiten. Einen empirischen Zugang bietet die Beschäftigtenbefragung 2025 im Land Bremen. Johannes Kiess und Marius Dilling vom Else-Frenkel-Brunswik-Institut untersuchten im Auftrag der Arbeitnehmerkammer den Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und demokratischen Einstellungen. Ihre Sonderauswertung zeigt: Erlebte Beteiligung im Betrieb geht mit positiveren Einstellungen zur Demokratie und zu ausländischen Beschäftigten einher. Wie groß die Spannung zwischen Zustimmung zur Demokratie und erlebter Einflusslosigkeit ist, verdeutlicht die Veröffentlichung der Arbeitnehmerkammer: Über 70 Prozent der befragten Beschäftigten waren mit der Demokratie zufrieden; mit ihrem tatsächlichen Funktionieren waren es gut 40 Prozent. Fast 40 Prozent meinten, auf das Regierungshandeln ohnehin keinen Einfluss zu haben. Die Befunde betreffen Beschäftigte im Land Bremen und beschreiben Zusammenhänge zwischen Erfahrungen und Einstellungen.
Politisch liegt darin ein Konflikt um Selbstbestimmung. Am Arbeitsplatz kann Beteiligung Menschen die Erfahrung vermitteln, gemeinsam etwas verändern zu können. In den beschriebenen Bremer Auseinandersetzungen gerieten Orte selbstbestimmter Kultur und selbstorganisierten Wohnens unter Druck. Rechte Politik beansprucht, die Unzufriedenen zu vertreten, und attackiert zugleich konkrete Formen gesellschaftlicher Eigenständigkeit. Gerade dieser Widerspruch verdient Aufmerksamkeit.
Vor 2027: Alte Marke, fortgesetzter Kampf um Einfluss
Im August 2026 kehrte die Bremer Struktur von Bündnis Deutschland zum Namen Bürger in Wut zurück. Jan Timke begründete den Schritt gegenüber Radio Bremen mit der größeren Bekanntheit der früheren Marke. Für die Bürgerschaftswahl 2027 setzt BIW damit wieder auf den Namen, unter dem die Partei ihre größten Bremer Erfolge erzielt hatte. Eine partnerschaftliche Verbindung zu Bündnis Deutschland soll bestehen bleiben. Sven Weingärtner und Robert Otto-Moog berichteten über die Rückkehr.
Die organisatorische Entwicklung reicht inzwischen über den Fraktionsnamen hinaus. Nach Angaben der neuen Partei wurde Bürger in Wut im Juli 2026 neu gegründet; am 5. September folgte in Bremerhaven der Landesverband Bremen mit Jan Timke als Vorsitzendem. Die Partei führt André Minne und Sven Schellenberg als dessen Stellvertreter. Damit organisiert sich bekanntes parlamentarisches Personal in einer neuen Parteistruktur. [Parteimitteilung]
Die politische Bilanz reicht über das Parteischild hinaus: BIW profitierten 2023 vom Ausfall der AfD, nahmen frühere AfD-Akteur:innen auf und griffen als Bündnis Deutschland Kultur- und Wohnprojekte an. Die AfD wiederum verfügt seit der Bundestagswahl 2025 über eine erheblich verbreiterte Wähler:innenbasis. In Walle erhält sie mit Höns’ Bunker einen Ort für ihre Organisation. Beide Entwicklungen stärken die Handlungsmöglichkeiten der Rechten in Bremen.
Der AfD-Anlauf auf 2027 ist inzwischen personell konkret. Am 15. August 2026 wählte die Versammlung für den Wahlbereich Bremen Sergej Minich in Blumenthal mit 89,4 Prozent zum Spitzenkandidaten. Er kündigte an, im Fall seiner Wahl in die Bürgerschaft das Bundestagsmandat abzugeben. Zugleich hat die Partei ihren Nachwuchs neu organisiert: Am 31. Januar 2026 gründete sich der Bremer Landesverband der Generation Deutschland mit Marcel Fetke als Vorsitzendem. Parteiführung, parlamentarische Präsenz und Nachwuchsaufbau bilden damit drei miteinander verbundene Felder der weiteren Verankerung. [Kandidatur] [Parteijugend]
Dieser Entwicklung steht öffentlicher Widerspruch gegenüber. Am 12. September 2026 demonstrierten mehrere tausend Menschen rund um den Bremer Hauptbahnhof gegen die AfD. Radio Bremen berichtete unter Berufung auf die Polizei von etwa 4.500 Teilnehmenden und einem friedlichen Verlauf. Unser Bericht zur Kundgebung stellt den Schutz bedrohter Menschen und die Handlungsfähigkeit engagierter Initiativen in den Mittelpunkt. [Quelle]
Der Bremer Rechtsruck betrifft Stimmen, Räume und die Freiheit konkreter Menschen. Er zeigt sich im Versuch, einen Kulturverein zu diskreditieren, Fördermittel als Druckmittel einzusetzen, einen Wagenplatz zu delegitimieren und einen Schwarzen Nachbarn rassistisch zu markieren. Je mehr politischen Einfluss die beteiligten Akteur:innen gewinnen, desto größer werden ihre Möglichkeiten, solche Angriffe in Entscheidungen über Geld, Räume und öffentliche Anerkennung zu übersetzen. Die Auseinandersetzung darüber findet längst mitten in der Stadt statt.
Material für politische Bildung
Erkennen und einordnen
Zeichen, Codes und politische Begriffe nachschlagen; Ideologien und ihre Erscheinungsformen anhand von Dossiers verstehen.
Mit Bremer Beispielen arbeiten
Die Materialsammlung verbindet Grundlagen mit Lernangeboten und einem Fallbeispiel zum Bunker in Walle. Broschüren unterstützen die Arbeit in Gremien und Betrieben.
Redaktion
AfD Watch Bremen
Quellen und weiterführende Recherchen
Wahldaten, fachjournalistische Recherchen, sozialwissenschaftliche Befunde und eigene Dokumentation. Parteiäußerungen und Schilderungen Betroffener sind im Beitrag zugeordnet. Die verlinkten Gebietsergebnisse belegen Wahlart, räumliche Ebene und Stimmenanteile. Stand: 2026.
Stadt Bremen: Endgültiges Ergebnis
Amtliche Erst- und Zweitstimmen. Im Beitrag werden die Zweitstimmen für AfD und Bündnis Deutschland verwendet.
Bundestagswahl 2025: Stadtteile und Vergleich mit 2021
Stadtvergleich auf gedruckter Seite 14; kleinräumiger Vergleich in Tabelle 10, gedruckte Seiten 37–44. Die Links in der Tabelle führen zur jeweiligen PDF-Seite.
Tenever: Ergebnis der Bundestagswahl 2025
Amtlicher Nachweis der 977 AfD-Zweitstimmen und des Anteils von 30,6 Prozent.
Stadtbürgerschaftswahl 2019: Gebietsergebnisse
Übersicht der Stadtteile. Die Tabelle im Beitrag verlinkt zusätzlich jedes einzelne Ergebnis; ausgewiesen ist die Summe der Partei- und Personenstimmen.
Stadtbürgerschaftswahl 2023: Ergebnis für Bremen
Beleg für 81.897 BIW-Stimmen und 7,4 Prozent. Gröpelingen, Huchting und Vahr sind im Fließtext mit ihren eigenen Ergebnissen verlinkt.
Bürger in Wut: Entstehung und Entwicklung
Politikwissenschaftlicher Überblick; belegt unter anderem die sieben Bremer Beiratsmandate von 2011.
Fachanalyse zu BIW, Bündnis Deutschland, Wahlmotiven 2023, rechter Wahlkampfrhetorik und Piet Leidreiters politischer Laufbahn.
Recherche zu BIW und den personellen Übergängen aus der AfD, darunter Leidreiter, Schellenberg und Nummensen.
Bericht über das Unterlassungsverfahren gegen Gerald Höns und seine Äußerungen im Streit um den Bunkerkauf.
AfD-Stützpunkt im Bremer Bunker F76
Unsere Dokumentation von Höns’ Angaben zur Raumvermietung und von beigefügten AfD-Veranstaltungsankündigungen.
Farbe, Öl und zerbrochene Fenster
Dokumentiert das von Höns verbreitete Video über Ibou und die Anzeige der Betroffenen.
Warum die AfD verboten werden könnte
Menschenrechtliche Analyse des national-völkischen Volksverständnisses der AfD; herangezogen wird die Einordnung ihrer Ausgrenzungsideologie.
Kukoon muss kein Geld zurückzahlen
Recherche zum politischen Förderstreit, zum Vorgehen der CDU und zur Bewertung durch die Kulturbehörde.
Timkes Forderung nach einem Förderstopp für Kukoon
Primärquelle für die politische Forderung; heute auf der Website der BIW-Fraktion abrufbar.
Schilderungen von Bewohner:innen zum Überfall auf den Wagenplatz Ølhafen und zu früheren Bedrohungen.
Bericht über die Brandstiftung am Schutzzaun, die Anfrage von Bündnis Deutschland und die Einschätzung des Mobilen Beratungsteams.
Gute Arbeitsbedingungen sichern die Demokratie
Sonderauswertung der Beschäftigtenbefragung zu Arbeitsbedingungen, Beteiligung und demokratischen Einstellungen im Land Bremen.
Ergebnisse zu Demokratie und Arbeit
Veröffentlichung zur Studie mit den im Beitrag genannten Befunden zu Demokratiezufriedenheit und politischer Einflusslosigkeit.
Warum Bündnis Deutschland wieder Bürger in Wut heißt
Bericht über die Rückkehr zur früheren Parteimarke, Timkes Begründung und die Verbindung zu Bündnis Deutschland.
Angekündigtes Gespräch mit Brandner und Minich am 3. Oktober
Programmnachweis für den angekündigten Termin von 13:30 bis 14:15 Uhr im Kommunikationsforum des Deutschen Bundestages, Weserstadion Platz 4.
Eigene Auswertung der BIW-Anfrage vom 16. September und früherer Vorstöße gegen kritisches Engagement; mit verlinkten parlamentarischen Dokumenten.
Sergej Minich als Spitzenkandidat für den Wahlbereich Bremen
Bericht über die Aufstellung in Blumenthal, das Ergebnis von 89,4 Prozent und die angekündigte Aufgabe des Bundestagsmandats im Fall eines Einzugs in die Bürgerschaft.
Gründung der AfD-Jugendorganisation in Bremen
Bericht über die Gründungsversammlung am 31. Januar, die Wahl Marcel Fetkes und Sergej Minichs Beteiligung.
Bürgerallianz: Zusammenschluss nach dem Austritt aus BD
Dokumentiert die Gruppenbildung von Fricke, Sağiroğlu und Schuster sowie die von Fricke erklärte politische Nähe zur bisherigen Fraktion.
Kundgebung gegen die AfD am Bremer Hauptbahnhof
Bericht über den Protest vom 12. September; die Zahl von etwa 4.500 Teilnehmenden und der friedliche Verlauf werden der Polizei zugeschrieben.
Neue Partei und Landesverband Bremen
Selbstauskunft über die Neugründung im Juli 2026 und den am 5. September in Bremerhaven gegründeten Landesverband. Belegt hier ausschließlich die von der Partei veröffentlichten Angaben zu ihrer Organisation und ihrem Vorstand.
SPD-Konferenz: Der Umgang mit der AfD steht zur Debatte
Bericht über die zweitägige Konferenz und ihre angekündigten politischen Themen.
Recherche mit Schilderungen aus der Schule und dem aktualisierten Stand zur Abnahme der Flagge am 24. September.
Beratung und Unterstützung
Unterstützung nach rechten Angriffen
Die Beratungsübersicht führt zu soliport für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Bremen und Bremerhaven sowie zu weiteren Meldestellen.
Beratung für Initiativen und Einrichtungen
Mobile Beratung unterstützt unter anderem Vereine, Schulen und Initiativen im Umgang mit rechten Aktivitäten und Konflikten.
