Illustration zur Neuen Rechten: Bücher und Ideologieproduktion, Medienarbeit und politische Netzwerke verbinden sich um eine autoritäre Gesellschaftsordnung.

Was ist die Neue Rechte?

Die Neue Rechte modernisiert die Verpackung extrem rechter Politik. Sie verbindet völkische Vorstellungen und autoritäre Ziele mit Büchern, Medien, Bildungsangeboten und Kampagnen. Ihr Anspruch reicht über Wahlerfolge hinaus: Sie will verändern, was als selbstverständlich gilt – und damit politische Macht vorbereiten.

Darum geht es auf dieser Seite

  • Verstehen: Welche Vorstellungen von Volk, Gleichheit und Macht prägen die Neue Rechte?
  • Erkennen: Wie wirken Sprache, kulturelle Inszenierung, Netzwerke und Parteipolitik zusammen?
  • Anwenden: Wie lassen sich politische Forderungen hinter ihrer Verpackung prüfen – auch in Bremen?

01 · Begriff und Einordnung

Neue Verpackung für eine Politik der Ungleichheit

Die Neue Rechte besitzt keine gemeinsame Mitgliederliste und keine einheitliche Führung. Das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA) beschreibt ein loses extrem rechtes Spektrum, das besonders über Publizistik, Theorie und politische Begriffe Einfluss gewinnen will. Die Bezeichnung meint deshalb mehr als einen modernen Stil oder eine junge Generation rechter Politiker:innen.

In der Forschung wird der Begriff unterschiedlich weit gefasst. Engere Definitionen konzentrieren sich auf rechtsintellektuelle Autor:innen und ihre Foren; weitere beziehen verbundene Aktionsmilieus ein. Richard Gebhardts wissenschaftliche Einführung arbeitet die Ablehnung von Gleichheit, autoritäre Vorstellungen und radikalen Antiliberalismus als zentrale Merkmale heraus. Mit Liberalismus sind hier individuelle Rechte, Pluralismus und die Begrenzung politischer Macht gemeint.

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02 · Geschichte und Vorbilder

Die Vorbilder stammen aus dem Kampf gegen die Demokratie

Die Entstehung der Neuen Rechten in der Bundesrepublik wird auf das Ende der 1960er-Jahre datiert. Ihr Etikett bezeichnet also längst keine neue Erscheinung. Einen wichtigen ideologischen Bezugspunkt bilden antidemokratische Autoren der Weimarer Republik, darunter Carl Schmitt und Arthur Moeller van den Bruck. Ihr Denken richtete sich gegen Parlamentarismus, gesellschaftlichen Pluralismus und das Gleichheitsideal. Zur ideengeschichtlichen Einordnung.

Unter der Bezeichnung „Konservative Revolution“ wurden unterschiedliche Autoren nachträglich zu einer gemeinsamen Tradition zusammengeführt. Armin Mohler prägte diese Deutung mit seiner 1950 erschienenen Arbeit. Gebhardt analysiert diese Traditionsbildung als Konstruktion: Sie bietet der Neuen Rechten einen antidemokratischen Bezugspunkt, der sich als eigenständig gegenüber dem Nationalsozialismus darstellen lässt.

Die Distanz zur NS-Symbolik beantwortet noch nicht die Frage nach dem politischen Ziel. Wer Menschenrechte und pluralistische Demokratie ablehnt, wird durch andere historische Vorbilder nicht demokratisch.

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03 · Volk und Ausgrenzung

Wenn „Kultur“ zur Grenze gleicher Rechte wird

Ein völkisches Verständnis von Zugehörigkeit behandelt Menschen als Angehörige vermeintlich geschlossener Abstammungs- oder Kulturgemeinschaften. Die einzelne Person mit ihren wandelbaren Überzeugungen und Lebensweisen tritt dahinter zurück. Wer nicht zum behaupteten einheitlichen Volk gehört, kann selbst mit deutscher Staatsangehörigkeit als fremd markiert werden.

Der Begriff „Ethnopluralismus“ verleiht dieser Trennung einen freundlich klingenden Namen. Er behauptet, kulturelle Vielfalt zu schützen, verlangt aber getrennte Gemeinschaften. Die rassismuskritische Analyse von IDA beschreibt, wie dabei Kultur die Funktion einer vermeintlich unveränderlichen Eigenschaft übernimmt. Pfahl-Traughber zeigt die ausgrenzenden Konsequenzen dieses Konzepts auf.

Vielfalt mit gleichen Rechten

Menschen dürfen unterschiedliche und mehrere Zugehörigkeiten haben, Traditionen verändern und ihre Lebensweise selbst bestimmen.

Erzwungene Trennung

Menschen werden einer angeblich eindeutigen Kultur zugeordnet. Diese Zuordnung soll festlegen, wo und mit wem sie leben dürfen.

Auch „Remigration“ muss nach seinem konkreten Inhalt beurteilt werden. In extrem rechten Konzepten kann der Begriff weit über Abschiebungen hinausreichen und Druck auf rechtmäßig hier lebende Menschen oder deutsche Staatsbürger:innen einschließen. CORRECTIV dokumentiert die bewusst unscharfe Verwendung zwischen unterschiedlichen Forderungen. Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wer wäre betroffen, nach welchen Kriterien und mit welchen Mitteln?

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04 · Ordnung und Feindbilder

Die beschworene Ordnung verlangt Unterordnung

Der Angriff auf Gleichheit betrifft auch Geschlecht, Familie und Lebensweise. Antifeministische Politik stellt Selbstbestimmung und Gleichberechtigung als Bedrohung einer angeblich natürlichen Ordnung dar. Queere Lebensweisen werden abgewertet, starre Geschlechterrollen verteidigt. Die Amadeu Antonio Stiftung zeigt, wie solche Vorstellungen unterschiedliche rechte und konservative Milieus miteinander verbinden können.

Zur neurechten Traditionsbildung gehört außerdem die Abwehr der Auseinandersetzung mit nationalsozialistischen Verbrechen. Der Historiker Fabian Weber untersucht antisemitische Muster, die trotz demonstrativer Distanzierung von offenem Antisemitismus fortwirken. Wer die Erinnerung an die Shoah als gegen Deutschland gerichtetes Machtinstrument darstellt, bedient eine Erzählung der Schuldabwehr. Antisemitismus verschwindet nicht dadurch, dass er in indirekte Andeutungen oder vermeintliche Kulturkritik gekleidet wird.

Gemeinsam ist diesen Angriffen die Vorstellung, Emanzipation und gesellschaftliche Vielfalt seien Zeichen des Niedergangs. Die politische Konsequenz ist autoritär: Menschen sollen sich einer vorgeschriebenen Gemeinschaftsordnung unterwerfen. Zum ideologischen Zusammenhang.

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05 · Sprache und Metapolitik

Erst die Begriffe besetzen, dann die Politik verändern

„Metapolitik“ bezeichnet den Versuch, gesellschaftliche Vorstellungen so zu prägen, dass ein späterer politischer Umbau Zustimmung findet. Dafür sollen Bücher, Bildungsangebote, Medien und Kampagnen verändern, was Menschen als normal, bedrohlich oder alternativlos wahrnehmen. Es geht um die Vorbereitung politischer Macht durch kulturellen Einfluss.

Neurechte Akteur:innen berufen sich dabei auf Antonio Gramscis Überlegungen zur kulturellen Hegemonie. Diese Übernahme macht ihre Politik nicht emanzipatorisch. Georg Gläser und Anne Kater untersuchen, wie die Neue Rechte und die Identitäre Bewegung Gramsci für ihre Wissensproduktion, Bildungsarbeit und politische Praxis vereinnahmen.

Metapolitik
Politische Macht durch längerfristige Veränderungen von Sprache, Alltagsvorstellungen und kulturellen Debatten vorbereiten.
Hegemonie
Eine gesellschaftliche Vormachtstellung, bei der die eigenen Deutungen weithin als selbstverständlich oder vernünftig gelten.
Normalisierung
Eine Position verliert ihren erklärungsbedürftigen Charakter und erscheint zunehmend als gewöhnliche politische Möglichkeit.

Provokation und nachträgliche Verharmlosung können dabei zusammenwirken. Eine radikale Forderung erzeugt Aufmerksamkeit; bei Kritik wird sie auf eine scheinbar harmlose Bedeutung zurückgeführt. Prüfe deshalb den Inhalt auch dann, wenn eine Aussage als bloßer Tabubruch inszeniert wird.

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06 · Medien und Netzwerke

Bücher, Bilder, Bindungen: Infrastruktur für rechte Macht

Verlage verbreiten Texte, Zeitschriften verbinden Autor:innen, Seminare vermitteln politische Deutungen, Aktionsgruppen produzieren öffentlichkeitswirksame Bilder. Diese Arbeit kann sich ergänzen, ohne dass alle Beteiligten zentral gesteuert werden. Gerade die Verbindung von Theorie, persönlicher Bindung und öffentlicher Reichweite macht solche Netzwerke politisch wirksam.

Ein langjähriger Knotenpunkt war das Institut für Staatspolitik in Schnellroda, verbunden mit dem Umfeld Götz Kubitscheks, der Zeitschrift „Sezession“ und dem Verlag Antaios. Im Mai 2024 wurde die Auflösung des Trägervereins bekannt gegeben. Die Recherche von ARD und SWR dokumentierte zugleich neue unternehmerische Strukturen. Eine beendete Vereinsform bedeutet deshalb nicht automatisch das Ende eines politischen Netzwerks.

Aktuelles Beispiel: „Aktion 451“ an Hochschulen

Die Amadeu Antonio Stiftung berichtete im Juni 2026 über die aus Österreich kommende Hochschulgruppe „Aktion 451“ und ihre Aktivitäten an deutschen Universitäten. Lesekreise, soziale Medien und Gemeinschaftsangebote verbinden die Vermittlung neurechter Autoren mit der Gewinnung von Nachwuchs. Das Beispiel zeigt, wie politische Organisierung als kulturelles oder studentisches Angebot auftreten kann. Aus diesem Bericht ergibt sich kein Beleg für eine entsprechende Gruppe in Bremen.

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07 · Das Verhältnis zur AfD

Wie aus Vorfeldparolen parlamentarische Forderungen werden

Als politisches „Vorfeld“ werden außerparlamentarische Medien, Initiativen und Netzwerke bezeichnet, die Themen vorbereiten und Menschen mobilisieren. Eine Partei kann solchen Ideen zusätzliche Reichweite und institutionellen Einfluss verschaffen. Für das Verhältnis zwischen Schnellroda und AfD dokumentierte die ARD/SWR-Recherche wiederkehrende Besuche von Funktionär:innen und personelle Verbindungen.

Die Verbreitung von „Remigration“ macht den Weg eines Kampfbegriffs sichtbar. CORRECTIV wertete 1.122 Beiträge von AfD-Bundestagsabgeordneten aus, die zwischen dem 10. Januar 2024 und dem 18. September 2025 veröffentlicht wurden. Mehrfach veröffentlichte Inhalte auf verschiedenen Plattformen wurden dabei jeweils gezählt. Die Untersuchung beschreibt, wie der Begriff verbreitet und mit unterschiedlichen politischen Versprechen verbunden wurde.

Die Verbindung ist politisch wirksam, auch wenn sie Konflikte einschließt. Partei und Vorfeld verfolgen eigene Interessen. Der Bericht über „Aktion 451“ zeigt auch innerparteilichen Streit über die Nähe zu solchen Strukturen. Widersprüche widerlegen ein Netzwerk nicht; sie gehören zur Untersuchung seiner tatsächlichen Beziehungen.

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08 · Verbindungen nach Bremen

Bremen: Die Abgrenzung hielt dem gemeinsamen Auftritt nicht stand

Im Juni 2017 dokumentierte die taz die Teilnahme von Robert Teske und Marvin Mergard an einer Demonstration der Identitären Bewegung in Berlin. Teske war damals Vorsitzender der Jungen Alternative Bremen, Mergard sein Stellvertreter. AfD und Junge Alternative hatten zuvor Unvereinbarkeitsbeschlüsse gegenüber der Identitären Bewegung gefasst. Der Bericht beschrieb außerdem die Verwendung identitärer Kampfbegriffe durch beide Funktionäre.

Am 3. September 2018 gab das Bremer Innenressort die bereits begonnene Beobachtung der Jungen Alternative bekannt. Als Gründe nannte es Anhaltspunkte für rechtsextreme Bestrebungen, rassistische Äußerungen und Verbindungen zur Identitären Bewegung. Die Mitteilung dokumentiert die damalige behördliche Entscheidung und ihre Begründung.

Die Vorgänge zeigen eine konkrete Verbindung zwischen führenden Bremer Parteijugendfunktionären und dem identitären Milieu. Sie belegen für sich genommen keine heutige organisatorische Zusammenarbeit. Weitere Stationen und Belege zur politischen Laufbahn Mergards sind im Personendossier von AfD Watch Bremen gebündelt.

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09 · Erkennen und einordnen

Ein Bücherregal ist kein demokratischer Ausweis

Die Bezeichnung „rechtsintellektuell“ beschreibt eine Arbeitsweise, keine demokratische Haltung und kein Qualitätssiegel. Politische Vorstellungen müssen an ihren Inhalten gemessen werden. Umfangreiche Literaturkenntnisse können mit der Ablehnung von Gleichheit und Selbstbestimmung einhergehen.

Demokratischer Konservatismus und Neue Rechte sind zu unterscheiden. Maßgeblich ist, ob Menschen mit anderen Überzeugungen und Lebensweisen als gleichberechtigt anerkannt werden. Auch Neue Rechte und Neonazismus sind keine identischen Begriffe. Die Abgrenzung vom historischen Nationalsozialismus allein schließt jedoch extrem rechte Ziele nicht aus. Zur begrifflichen Unterscheidung.

  1. Zugehörigkeit: Darf eine Person selbst bestimmen, wer sie ist – oder entscheidet eine zugeschriebene Herkunft über ihren Platz?
  2. Rechte: Welche Menschen würden durch die Forderung Freiheit, Schutz oder politische Teilhabe verlieren?
  3. Macht: Wer soll entscheiden, und wer dürfte dieser Entscheidung wirksam widersprechen?
  4. Netzwerke: Welche wiederkehrenden Kooperationen, Funktionen und Veröffentlichungen sind tatsächlich belegt?
  5. Sprache: Was bedeutet eine Forderung, wenn ihre wohlklingenden Schlagwörter durch konkrete Handlungen ersetzt werden?

Die Einordnung von AfD Watch Bremen

Die Neue Rechte arbeitet daran, autoritäre und völkische Vorstellungen gesellschaftlich durchsetzbar zu machen. Ihre intellektuelle Inszenierung gehört zur politischen Strategie. Kritik muss deshalb offenlegen, welche Ungleichheit hinter der Sprache von Kultur, Identität und Ordnung steht.

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Wissen anwenden

Drei Beispiele zum Weiterdenken

Die folgenden Aussagen sind erfundene Lernbeispiele, keine Zitate realer Personen. Überlege zuerst: Welche Vorstellung von Zugehörigkeit, Gleichheit oder Macht steckt darin? Öffne anschließend die Einordnung.

1. „Wir respektieren jede Kultur. Deshalb soll jeder dort leben, wo seine Vorfahren herkommen.“

Das Versprechen von Respekt verdeckt eine Zwangszuordnung. Herkunft soll darüber entscheiden, wo ein Mensch leben darf. Eigene Entscheidungen, mehrere Zugehörigkeiten und die Lebensrealität einer Einwanderungsgesellschaft werden ausgeblendet. Darin liegt die ausgrenzende Logik des „Ethnopluralismus“.

Nachfrage: Wer bestimmt die angeblich richtige Herkunft – und was geschieht mit Menschen, die diese Zuordnung ablehnen?

2. „Bevor wir Mehrheiten gewinnen, müssen unsere Begriffe in Schulen, Medien und Alltagsgesprächen selbstverständlich werden.“

Die Aussage beschreibt eine Strategie kultureller Einflussnahme. Solche Einflussnahme ist für sich genommen kein Beleg für extrem rechte Politik. Entscheidend ist, welche Inhalte verbreitet werden: Geht es um gleiche Teilhabe oder um Ausgrenzung und autoritäre Macht? Erst Inhalt, Ziel und Zusammenhang erlauben die Einordnung als neurechte Metapolitik.

Nachfrage: Welche politischen Maßnahmen sollen durch die veränderte Sprache leichter durchsetzbar werden?

3. „Wir wollen Traditionen bewahren. Menschen, die anders leben, müssen trotzdem dieselben Rechte haben.“

Traditionsorientierung allein begründet keine Zuordnung zur Neuen Rechten. Die Aussage erkennt gleiche Rechte ausdrücklich an. Für die Bewertung kommt es darauf an, ob dieses Versprechen auch in konkreten Forderungen gilt – etwa bei Religion, Herkunft, Geschlecht und Familienform.

Nachfrage: Bleibt die Gleichberechtigung erhalten, wenn eine andere Lebensweise der eigenen Tradition widerspricht?

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Redaktion: AfD Watch BremenStand: 20. September 2026

Nachlesen und vertiefen

Quellen und weiterführende Recherchen

Zivilgesellschaftliche Fachinformationen, wissenschaftliche Analysen und journalistische Recherchen zu den Themen dieser Seite.

IDA e. V. · Zivilgesellschaftliche Fachinformation · Glossar

Neue Rechte und Neorassismus

Begriffliche Grundlagen zu neurechten Strategien, kulturellen Zugehörigkeitsvorstellungen und rassistischer Ausgrenzung.

Richard Gebhardt · Handbuch Rechtsextremismus · 7. März 2024

Die Neue Rechte in der Bundesrepublik

Wissenschaftliche Einführung zu Traditionsbildung, Institutionen und Ideologie. Zusammenfassung frei zugänglich; Volltext kann einen institutionellen Zugang erfordern.

Georg Gläser und Anne Kater · Bildungswissenschaft · 2023

Identitäre Bildungsstrategie? Identitäre Bewegung und „Neue Rechte“ zwischen strategischer und pädagogischer Gramsci-Adaption

Untersuchung der Verbindung von Wissensproduktion, Bildungsarbeit und politischer Praxis. Volltext über peDOCS zugänglich.

Amadeu Antonio Stiftung · Zivilgesellschaftliche Fachinformation

Was ist Antifeminismus?

Grundlagen zu Angriffen auf Gleichberechtigung und Selbstbestimmung sowie zur verbindenden Funktion antifeministischer Vorstellungen.

Luisa Gehring · Amadeu Antonio Stiftung · 18. Juni 2026

„Aktion 451“: Rechtsextremer Kulturkampf an Hochschulen

Recherche zu Lesekreisen, Nachwuchsgewinnung und Verbindungen zwischen Hochschulaktivismus und extrem rechtem Vorfeld.

Fabian Weber · Historische Analyse bei der bpb · 7. Januar 2026

Nur in anderem Gewand? Der alte Antisemitismus der „Neuen Rechten“

Analyse von Schuldabwehr, historischen Kontinuitäten und strategischen Distanzierungen vom Antisemitismus.

Armin Pfahl-Traughber · Politikwissenschaftlicher Beitrag bei der bpb · 21. Januar 2019

Was die „Neue Rechte“ ist – und was nicht

Eine engere Begriffsbestimmung anhand von Ideologie, Organisation und Strategie; historische Darstellung mit Stand 2019.

Michael Götschenberg und Holger Schmidt · ARD / SWR · 18. Mai 2024

Löst sich die neurechte Denkfabrik wirklich auf?

Recherche zur Auflösung des Vereins für Staatspolitik, zu neuen Unternehmensstrukturen und den Verbindungen zur AfD.

CORRECTIV · Journalistische Datenanalyse · 30. September 2025

Wie AfD-Abgeordnete „Remigration“ in sozialen Medien verbreiten

Auswertung von 1.122 Beiträgen aus dem Zeitraum Januar 2024 bis September 2025; Methodik und politische Verwendung des Begriffs.

Simone Schnase und Sebastian Sirk · taz · 21. Juni 2017

„Junge Alternative“ in Bremen: Seit’ an Seit’ mit Identitären

Bericht über Robert Teske und Marvin Mergard bei einer Demonstration der Identitären Bewegung sowie über den Widerspruch zur erklärten Abgrenzung.

Bremer Innenressort · Amtliche Mitteilung · 3. September 2018

Bekanntgabe der Beobachtung der Jungen Alternative Bremen

Primärquelle zur damaligen Behördenentscheidung und den öffentlich genannten Gründen. Kein Beleg für den heutigen Status anderer Organisationen.