Schmidt (Links) Teske (Mitte) Schellenberg (Rechts) in der Neurechten Bibliothek des Konservativismus Berlin 2015 – Quelle: Facebook

Politische Biografie und Verbindungen

Robert Teske’s politische Laufbahn begann 2015 bei der Berliner Jungen Alternative. Dort hatte der aus Osterholz (Heilshorn) stammende Teske vorübergehend seinen Lebensmittelpunkt. Hier knüpfte er festen Kontakt zum Landesverand der Jungen Alternative in Berlin und wurde aktiver Teil der bereits zuvor wegen extrem Rechter Parolen und Forderung auffallenden Gruppierung. In diesem Kreis waren zu diesem Zeitpunkt bereits ideologisch gefestigte Personen aus den völkisch- nationalistischen Milieu. Darunter der extrem Rechte Burschenschaftler und Propagandist für die Identitären Bewegung (IB) Moritz Schellenberg der nun in Hamburg aktiv ist sowie Teske’s Berliner Freund Manuel Schmidt, ehemals Bezirks- und Landesvorstand der Jungen Alternative Berlin.

Zu dieser Phase gehört, dass Teske sich bewusst mit schlagenden Burschenschaftern und Anhängern der IB umgab und sich, geschult durch die professionalisierten Ideologen der JA, das nötige Know-How aneignete, um selbst eine Führungsrolle in der AfD einnehmen zu können. Nach seiner Rückkehr nach Bremen schloss Teske die bis dahin für die Bundes-JA bestehende Lücke und gründete den Letzten der Landesverbände, der bundesweit strategisch agierenden Jugendorganisation und ließ sich zum Vorsitzenden wählen.

Auch wenn Teske sich viel Mühe gegeben hatte diese einschlägigen Verbindungen in Berlin, die sich in der Öffentlichkeit bereits zur völkisch-nationalistischen Ideologie positioniert haben offiziell zu verwischen, ist dennoch feststellbar, dass Teske bereits in der Berliner Phase ein glühender Anhänger des national-völkischen Flügels der AfD und der IB war. Bis heute hält er seine Beziehungen zu diesen Kreisen, mit denen er dort 2015 aktiv war, aufrecht. Die extrem Rechte Ideologie, die in Berlin auch schon vor 2015 methodisch geschult und propagiert wurde, versucht Teske nun auch in Bremen u.a. zusammen mit Marvin Mergard in ähnlicher Weise zu etablieren und für die Landes-AfD nützlichen Nachwuchs zu rekrutieren.

IB Begriffe bei der JA Bremen – Der Text kennzeichnet die Neurechte Verklausulierung der alten NS Blut und Boden Logik – Quelle: Facebook JA Bremen

Robert Teske und die Identitäre Bewegung

Auf seinem Social Media Account macht er daneben ganz unverhohlen Werbung für die ultra-nationalistischen Netzwerke der Identitären Bewegung und ähnlichen, wie der Reconquista Germania, oder Phalanx Europa. Besonders angetan hat es ihm Martin Sellner, Chefideologe der IB. Beinah alle Verlautbarungen der IB in den sozialen Medien werden von Teske geliked, mit regem Interesse verfolgt, kommentiert und in seinen Bremer Kanälen indirekt beworben. Sein Vorbild Sellner, der vor kurzen durch gewalttätige Angriffe auf KritikerInnen
in den Schlagzeilen stand, so wie ein weiterer Anhänger der IB, der mit einer gezielten Messerattacke den Tod eines Antifaschisten wohl billigend in Kauf nahm, zeigen, dass AnhängerInnen der IB ihre Ziele auch mit Waffengewalt durchzusetzen suchen. So passt es auch, dass ungefähr zur gleichen Zeit Teske ein Video postete, in dem er mit einer Schusswaffe hantiert, um damit für eine Lockerung des Waffengesetzes in Bremen zu werben. Die Begrifflichkeiten die von der Bremer JA verwendet werden, sind exakt die der IB. Auffallend sind dabei besonders die Begriffe: “Remigration” und “Der große Austausch“, welche übersetzt nichts anderes bedeuten als die Naziparole: “Ausländer raus” und der NS Begriff “Umvolkung“. 

 Seine Kontakte bei Facebook zeigen ebenso deutlich wo Teske ideologisch zu verorten ist. So finden sich neben ein paar alten SchulfreundInnen und ArbeitskollegInnen vor allem Kontakte zu aktiven Neonazis aus Bremen und zu sämtlichen neurechten FunktionärInnen der über den Bund hinaus agierenden JA, die ausnahmslos zum völkisch-nationalistischen Flügel um Björn Höcke gezählt werden müssen. Darunter fällt besonders die Person Lars Steinke auf, der mit Teske und anderen Mitgliedern der Bremer JA eng zusammenarbeitet und bei der Gründung und auch zu späteren Zeitpunkten in Bremen zur Unterstützung anwesend war.

Einordnung

Beispiel Teske auf Twitter sowohl Header als auch die Kontaktliste werben für IB – Quelle: Screenshot Twitter 2017

Bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass er mit seiner Verherrlichung von Waffengewalt und der extremen Affinität zur Person Martin Sellner, der IB, schlagenden völkisch-nationalistischen Burschenschaften sowie seinen Kontakten zu AkteurInnen der Neuen Rechten, eine für Bremen und Umland wichtige Scharnierfunktion zwischen den verschiedenen Milieus der extremen Rechten einnimmt, sowie für den Höcke Flügel eine strategische Position zur Rekrutierung von Jugendlichen für die AfD als solches ausübt.

Die ständige Betonung der AfD auf Bundes- und Landesebene, dass Mitglieder und FunktionärInnen der AfD, aufgrund der parteiinternen Unvereinbarkeits-Klausel,  nicht in der Partei bleiben können, wenn sie in der extrem Rechten IB aktiv sind, offenbart auch am Beispiel Teske, dass es sich um eine programmatische Täuschung der Partei handelt, um potentielle WählerInnen nicht abzuschrecken.

Nach Angaben des AfD Bürgerschaftsmitglieds Alexander Tassis soll Teske zuständig für den Fachbereich Wissenschaft und Medien sein.


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AfD Watch Bremen empfiehlt zur aktuellen Übersicht zu den bundesweiten Zusammenhängen zwischen IB, JA, Burschenschaften, Pegida und gewaltbereiten Kameradschaften die Doku “Das braune Netzwerk”. Die Doku findet ihr rechts neben diesen Bericht.