DISKURSATLAS Was ist der Diskursatlas Antifeminismus? “Feministische und queere Arbeit, ob auf der Straße, in Literatur und Kunst oder im ganz alltäglichen Leben, schafft ein differenziertes Verständnis von Geschlecht und Sexualität. Die Auflösung repressiver Geschlechterrollen, die Öffnung für neue Modelle des Zusammenlebens und die Akzeptanz sexueller Orientierungen / geschlechtlicher Identitäten jenseits der Heteronormativität sind nur einige Hoffnungen einer feministischen Politik. Besonders in den letzten zwei Jahrzehnten sind antifeministische Strömungen sichtbarer geworden, die diese Arbeit konterkarieren. Sie wenden sich gegen sexuelle Selbstbestimmung und Gleichstellungspolitiken, sie stellen sogenannte “traditionelle” Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität und Familie gegen die langsame Öffnung dieser Konzepte, und sie deklarieren Geschlecht und Sexualität als natürliche Größen, frei von sozialen, kulturellen oder historischen Einflüssen. Das “Feindbild Feminismus” ist ein kollektiver Bezugspunkt für reaktionäre Bewegungen geworden, die bis in die Mitte der Gesellschaft wirken. Der Diskursatlas Antifeminismus versucht, diese Strömungen zu kartografieren, zu rekonstruieren und entsprechend ihrer Inhalte, Themen und Überschneidungen zu gruppieren, um eine vorläufige Analyse des breiten Antifeminismus in den verschiedenen Diskursthemen zu bieten”.

DAS POLITISCHE ERSCHEINUNGSBILD DER AFD Analyse zum Das politische Erscheinungsbild der Partei „Alternative für Deutschland“ in Thüringen. Aufgrund der engen Verflechtungen der AfD Bremen zur AfD Thüringen, lassen sich einige Parallelen zur AfD Bremen ziehen.

ANALYSE ZUR AFD – KEIMZELLE DER NATION, von Andreas Kemper Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD – eine Expertise. In dieser Expertise werden die familien- und geschlechterpolitischen Einstellungen der AfD untersucht, sowie mögliche Verbindungen und Überschneidungen mit radikalen Abreibungsgegner_innen. Entsprechend ist die Expertise in zwei Abschnitte aufgeteilt. Zunächst wird die Familien- und Geschlechterpolitik untersucht. In einem dann folgenden Teil wird grob die deutsche Szene der Abtreibungsgegner_innen skizziert, um dann zu schauen, ob es Verbindungen mit relevanten Teilen der ›Alternative
für Deutschland‹ gibt.

ANALYSE ZUR PROGRAMMATIK, ZIELSETZUNG UND PRAXIS DER AFD – Stand 2016 “Zwar ist der Rechtpopulismus weltanschaulich gebunden an ideologische Fragmente der radikalen Rechten, in der politischen Praxis jedoch richtet sich die rechtspopulistische Agitation in erster Linie nach spezifischen politischen Gelegenheitsstrukturen. Dies lässt sich anhand einer an die Öffentlichkeit geratenen Mail der stellvertretenden AFD-Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch veranschaulichen, in der sie VorstandskollegInnen Empfehlungen für die inhaltliche Ausrichtung der Partei im Kontext der Erstellung eines Grundsatzprogramms gab. Darin schreibt von Storch, dass „der Islam das brisanteste Thema des Programms überhaupt“ und für die „Außenkommunikation“ am besten geeignet sei. „Asyl und Euro sind verbraucht, bringen nichts Neues“, so Storch weiter. „Die Presse wird sich auf unsere Ablehnung des politischen Islams stürzen wie auf kein  1. Einleitung 7/226 zweites Thema des Programms.“1 Die AfD-Kampagnen gegen Flüchtlinge und Einwanderung sind als Teil eines rechten Kulturkampfes zu begreifen, der sich grundsätzlich gegen gesamtgesellschaftliche Ausdifferenzierungs- und Anerkennungsprozesse richtet. So erklärte der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen auf dem AfD-Bundesparteitag in Stuttgart, dass das zu erstellende Programm seiner Partei wegführen solle von einem „links-rot-grün verseuchten 68er-Deutschland“