Lichter gegen Rechts: Kunstfreiheit verteidigen, bedrohte Kultur stärken

Archivbeitrag · Kundgebung: · Erstveröffentlichung:

Am 21. September 2024 versammelten sich Menschen hinter der Bremer Kunsthalle zu „Lichter gegen Rechts“. Der Abend verband den Protest gegen Rechtsextremismus mit Solidarität für Kulturschaffende und Einrichtungen unter rechtem Druck. Im Zentrum stand die Freiheit, Kunst ohne politische Einschüchterung zu schaffen und zu zeigen.

Menschen sitzen und stehen in der Dämmerung vor einer beleuchteten Bühne mit dem Banner „Laut gegen Rechts“. Bäume sind violett angestrahlt; links trägt eine Person große rot-gelbe Flügel.
„Lichter gegen Rechts“ hinter der Bremer Kunsthalle am 21. September 2024. Beleuchtete Bühne und farbig angestrahlte Bäume rahmen die Versammlung. Foto: AfD Watch Bremen.

Solidarität mit den Menschen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg

Nach unserer damaligen Vor-Ort-Berichterstattung kamen mehr als 500 Menschen in den Wallanlagen zusammen. Beginn war am Samstag um 20 Uhr. Organisiert wurde die Veranstaltung von „Laut gegen Rechts“ gemeinsam mit Kooperationspartner:innen wie URBANSCREEN, der Kunsthalle, dem Theater, der Stadtbibliothek und der Freiwilligen-Agentur Bremen. [1]

Redebeiträge, Musik und Lichtinstallationen prägten den Abend. Die Solidarität galt besonders den Menschen, die sich in Sachsen, Thüringen und Brandenburg für eine offene Gesellschaft engagieren und von Rechtsextremismus betroffen sind.

Der Aufruf kündigte Projektionen von Bremer Künstler:innen auf die Rückfassade der Kunsthalle, das Vorlesen von Solidaritätsbriefen und eine Spendenaktion für bedrohte Kulturinstitutionen an. Mitgebrachte Lichter sollten den gemeinsamen Protest sichtbar machen. So verband das angekündigte Programm öffentliche Aufmerksamkeit mit praktischer Unterstützung. [2]

Kunstfreiheit steht im Zentrum des Konflikts

Lukas Röber von „Laut gegen Rechts“ bezeichnete Kunst und Kultur im Aufruf als zentrale Felder rechter Machtansprüche. Er wandte sich gegen politische Einschränkungen der Kunstfreiheit und gegen Budgetkürzungen bei freien Szenen, Kulturinstitutionen und Erinnerungsstätten. Damit benannte der Aufruf auch die materiellen Voraussetzungen kultureller Freiheit. [1]

Der politische Anspruch des Abends reicht deshalb über ein gemeinsames Leuchten hinaus: Kunstfreiheit braucht zugängliche Räume, verlässliche Finanzierung und Rückhalt für diejenigen, die angegriffen werden. Wer Kulturschaffende gegen rechte Einschüchterung stärken will, muss ihre Unabhängigkeit auch dann verteidigen, wenn ihre Arbeit unbequem wird. Solidarität bewährt sich daran, ob bedrohte Einrichtungen weiterarbeiten können.

Bereits am 4. September hatten Menschen auf dem Domshof Rückhalt für demokratisches Engagement eingefordert. „Lichter gegen Rechts“ griff diese Auseinandersetzung mit einem Schwerpunkt auf Kunst und Kultur auf. [4]

Redaktion
AfD Watch Bremen

Quellen und weiterführende Recherchen

Der Paritätische Bremen · 12. September 2024

Lichter gegen Rechts am 21. September

Veranstaltungsankündigung mit Termin, Kooperationen und Aussagen zur Verteidigung der Kunstfreiheit.

Freiwilligen-Agentur Bremen · Veranstaltungsaufruf

Ein Zeichen setzen: Lichter gegen Rechts

Das angekündigte Programm mit Projektionen, Solidaritätsbriefen, Spendenaktion und gemeinsamem Lichterzeichen.

AfD Watch Bremen · Bilddokumentation

Foto der Kundgebung in Originalgröße

Eigene Aufnahme vom Abend an der Kunsthalle. Die im Text genannte Beteiligungszahl stammt aus unserem damaligen Vor-Ort-Bericht.

AfD Watch Bremen · 4. September 2024

Resigniert nicht, kämpft!

Bericht über die Kundgebung auf dem Domshof nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen.