AfD Watch Bremen · Das Netzwerk

Christliche Rechte

Wenn religiöse Autorität politische Macht beansprucht

Queerfeindliche Mobilisierung, religiös begründete Ungleichheit und Verbindungen in rechte politische Milieus: Diese Rubrik erschließt die christliche Rechte in Bremen und Bremerhaven und ihre überregionalen Beziehungen.

Zwei vertiefende Dossiers und die dreiteilige Serie „Evangelikale Rechte“ zeigen, wie Glaubensbotschaften politische Wirkung entfalten, wer ihnen Reichweite verschafft und welche Folgen das für Betroffene hat.

Religiöse Reichweite, politische Macht

Die Dossiers vertiefen zwei miteinander verbundene Fragen: Wie werden religiös rechte Positionen verbreitet und organisatorisch gestützt? Und welcher Anspruch auf gesellschaftliche Ordnung steckt dahinter?

Dossier · Medien und Netzwerke

Glaube, Reichweite, rechte Politik

Aus Videos werden regelmäßige Kontakte, aus religiöser Ansprache entstehen organisierte Gemeinschaften. Das Dossier verbindet die ZDF-Recherche über Christfluencer:innen mit digitalen Angeboten von St. Martini und den Kooperationen mit Gemeindehilfsbund und ADF International.

Es untersucht außerdem, wie sich die Gemeinde an der öffentlichen Abwehr von Kritik an rechten christlichen Positionen beteiligt.

Im Fokus: Christfluencer:innen, Online-Gemeinschaften, St. Martini, Gemeindehilfsbund und juristische Unterstützung.

Dossier · Autorität und Herrschaft

Gottes Wille als politischer Auftrag

Wer Gottes Willen für sich beansprucht, erhebt einen Anspruch auf Autorität. Das Dossier untersucht St. Martinis Gemeindeordnung, den Umgang mit Kritik an Olaf Latzel und Tobias Riemenschneiders Vorstellung eines christlich bestimmten Staates.

Im Zentrum steht die Machtfrage: Wer soll über die Lebensführung anderer entscheiden – auch über Menschen, die den betreffenden Glauben nicht teilen?

Im Fokus: Gemeindeordnung, religiöser Gehorsam, politische Gesetzgebung und der Auftritt bei den „Christen in der AfD“.

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„Evangelikale Rechte“: Die Grundlagenserie

Drei Beiträge erschließen Feindbilder, Verbindungen und institutionelle Verantwortung. Jeder Teil ist auch einzeln lesbar.

Teil 1 · Feindbilder und ihre Folgen

Ein Feindbild, viele Milieus: Wie Queerfeindlichkeit in Bremen anschlussfähig wird

Straßenmission am CSD, Äußerungen aus St. Martini, Peter Hahnes Medienpräsenz und parteipolitische Kampagnen: Der Beitrag zeigt, wie queer- und transfeindliche Deutungen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Räumen wiederkehren und verstärkt werden.

Ausgangspunkt sind die Folgen für Betroffene: Was bedeutet es, wenn die eigene Sichtbarkeit zur Sicherheitsfrage wird und die eigene Lebensweise öffentlich als Bedrohung gilt?

Teil 2 · Organisationen und Verbreitungswege

Von der Gemeinde bis in den Bundestag: Wie religiös-rechte Inhalte politische Räume erreichen

Personelle Doppelrollen, gemeinsame Veranstaltungen und übernommene Medieninhalte machen politische Verbindungen greifbar. Der Beitrag führt von St. Martini und dem Gemeindehilfsbund zu ADF International, religiösen Medienangeboten und Bühnen der „Christen in der AfD“.

Weitere Schwerpunkte sind die Mobilisierung zum „Marsch für das Leben“ sowie die in Bremen aufgetretenen Strukturen um Aktion SOS Leben und TFP.

Teil 3 · Institutionen und Betroffenenperspektiven

Zwischen Distanzierung und Zuständigkeitsgrenzen: Wie Bremen auf queerfeindliche Mobilisierung reagiert

Was erfassen Polizei, Verfassungsschutz und Senat – und welche Erfahrungen bleiben außerhalb ihrer Kategorien? Der Beitrag untersucht behördliche Erkenntnisse, kirchliche Reaktionen auf Olaf Latzel und die Grenzen institutioneller Distanzierung.

Er bezieht das Wissen von Betroffenenorganisationen ein und behandelt den Druck auf Menschen, ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität zu verändern oder zu unterdrücken.

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Christfluencer:innen und digitale Gemeindeangebote Glaube, Reichweite, rechte Politik
Religiöse Autorität und die Forderung nach einem christlichen Staat Gottes Wille als politischer Auftrag
Queerfeindlichkeit, Straßenmission und Angriffe auf Selbstbestimmung Teil 1: Ein Feindbild, viele Milieus
Verbindungen zur AfD, gemeinsame Veranstaltungen und internationale Kontakte Teil 2: Von der Gemeinde bis in den Bundestag
Staatliche und kirchliche Verantwortung sowie Erfahrungen Betroffener Teil 3: Zwischen Distanzierung und Zuständigkeitsgrenzen

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Wenn Ungleichheit zur Glaubensforderung wird

Die Rubrik untersucht religiös begründete politische Positionen, die Gleichberechtigung angreifen, verbindliche Geschlechterordnungen beanspruchen oder demokratische Entscheidungen einem vermeintlich göttlichen Auftrag unterordnen. Daniel Rudolphi analysiert solche Vorstellungen von Staat und religiöser Autorität in seiner Netzwerkanalyse für die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen.

Christliche oder evangelikale Zugehörigkeit allein begründet keine rechte politische Einordnung. Entscheidend sind konkrete Positionen, ihre Durchsetzung und ihre Folgen. Auch im Land Bremen bestehen ausdrücklich queerfreundliche kirchliche Positionierungen: In Bremerhaven beteiligten sich Gemeinden 2023 mit einem Gottesdienst und einem Kirchenstand am CSD und wandten sich gegen die Abwertung queeren Lebens.

Die Folgen für Betroffene gehören ins Zentrum

Wenn Menschen ihre Identität verbergen, öffentliche Veranstaltungen aus Angst meiden oder ihre Lebensweise unter religiösem Druck rechtfertigen müssen, geht es um ihre gleichberechtigte Teilhabe. Die Frage nach Schutz und Unterstützung zieht sich deshalb durch diese Rubrik – ebenso wie die Frage, welche Verantwortung Gemeinden, politische Akteur:innen und staatliche Institutionen übernehmen.

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Das Netzwerk

Die übergeordnete Rubrik erschließt Organisationen, Medien, Räume und weitere Strukturen der politischen Rechten.

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Digitale extreme Rechte

Wie Onlinekommunikation Reichweite, Zugehörigkeit und politische Mobilisierung ermöglicht.

Das Dossier zur digitalen extremen Rechten lesen

Autoritarismus

Einordnung von Herrschaftsansprüchen, Unterordnung und dem Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt.

Den Begriff Autoritarismus einordnen

Beratung und Hilfsangebote

Anlaufstellen in Bremen und Bremerhaven für Betroffene sowie für Menschen, die Unterstützung im Umgang mit rechten Entwicklungen suchen.

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