Beim dritten Aufmarsch der verschwörungsideologischen Szene in Bremen, kommt es zu mehreren Blockaden. AktivistInnen halten ein Banner mit der Aufschrift: Keinen Meter für Querdenken - Rechte Krisenlösung bekämpfen". Bremen, 02.09.2022.

Beim dritten Aufmarsch der verschwörungsideologischen Szene in Bremen, kommt es am Hauptbahnhof zu mehreren Blockaden. Bremen, 02.09.2022.

Die verschwörungsideologische Szene in Bremen gab vergangenen Freitag ihre Scharade auf. Nach unseren Veröffentlichungen zu militanten Neonazis in ihren Reihen, machen die VeranstalterInnen genau jene zu offiziellen Rednern auf den Aufmärschen und skandieren extrem rechte Parolen.

Aus dem hier von antifaschistischen AktivistInnen blockierten Aufmarsch, mit ca. vierzig AnhängerInnen der Szene an einer Straßenkreuzung (Video), ertönen über ein Megafon extrem rechte Parolen. Jene Parole „Die BRD ist tot. Es lebe Schwarz-Weiß-Rot!“, ist der Reichsbürger-Szene zuzuordnen. Ideologisch lehnt sie die Demokratie ab und strebt einen völkisch-nationalistischen Führer-Staat an. Bundesweit steht die Szene unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Insgesamt gilt die Szene als Waffenaffin und gewaltbereit.

Heiner Löhmann (AfD) (links) marschiert beständig an der Seite des Reichsbürgers Jan S. (hinten). Die AfD erhofft sich im Herbst bundesweit an die Spitze der Szene zu setzen und gegen die Demokratie in Stellung zu bringen. Aktuell braucht sie dafür willfährige Lakaien. Bremen, 02.09.2022.

Ideologisch diesem Treiben nahe stehend, unterstützt der AfD-Abgeordnete der Bremer Bürgerschaft, Heiner Löhmann, erneut den Aufmarsch der Gruppe “Gemeinsam Stark Bremerhaven. Jener trat bereits mehrfach mit dem Neonazi und AfD-Politiker Andreas Iloff auf solchen Aufmärschen in der Region auf. Löhmann blieb während des Aufmarschs vergangenen Freitag überwiegend an der Seite eines bekannten Reichsbürgers. Zusätzlich setzte Löhmann sich zeitweise an die Spitze des gesamten Aufzugs.

Nach kritischer Veröffentlichung über die Zurschaustellung extrem rechter Ideologie während des Aufmarsches, flüchten sich die VeranstalterInnen in Schutzbehauptungen, nichts damit zutun zu haben.

Trotz hundertfacher Belege über extrem rechte AkteurInnen und Propaganda aus der regionalen Szene, berichten bürgerliche Medien in Bremen unkritisch und ohne konkrete politische Einordnung über die Szene. Damit wird faktisch ihre Verharmlosung und Normalisierung immer noch vorangetrieben.

Redaktion
AfD Watch Bremen