AfD-Abgeordneter Heiner Löhmann zusammen mit Reichsbürger und “Querdenken“-Akteur Jan S. (rechts) am Bremer Findorffmarkt. Löhmann war bereits im Zuge eines gerichtlich verbotenen “Querdenken”-Aufmarsch am 05.12.2020 aufgetreten. Auch im Netz unterstützt die Bremer AfD die Szene.

Das neue Jahr startet mit einer weiteren Niederlage der Bremer “Querdenken“-Szene. Die seit Wochen immer gleichen Aufrufe zu “Spaziergängen” im Telegram-Netzwerk, scheinen sich in der Praxis zu erschöpfen. Im Bremer Stadtteil Findorff konnte die Szene lediglich den “harten Kern” mobilisieren. Ein Abgeordneter der Bremer AfD kam zur Unterstützung.

Beim heute gescheiterten Aufmarsch der Bremer “Querdenken“.Szene beteiligte sich der Bürgerschaftsabgeordnete Heiner Löhmann. Der AfD-Politiker unterstütze nicht zuletzt in den sozialen Medien mehrfach völkische Propaganda, der als gesichert rechtsextrem geltenden Identitären Bewegung. Zudem steht Löhmann seit Jahren dem Neonazi und AfD-Politiker Andreas Iloff (AfD Diepholz) nahe und gilt als Teil des völkischen Flügels der AfD um Björn Höcke.

Zusammen mit Löhmann vor Ort, die Reichsbürger und AfD-Fans Jan S. und Kai V. Beide fielen in der Vergangenheit immer wieder mit Bedrohungen und körperlichen Aggressionen gegen VertreterInnen der Presse auf. Sowie gegen protestierende AntifaschistInnen. Gegen beide “Querdenker” sollen mehrere Strafanzeigen im Zuge der Aufmärsche erfolgt sein. In ihren Beiträgen und Kommentaren in den sozialen Medien, nehmen beide positiven Bezug auf die Reichsbürger-Ideologie. Darunter Bilder von Reichsfahnen. Kai V. unterstützte bereits im Zuge rassistischer Hetze gegen Geflüchtete entsprechende AfD-Positionen.

Zudem vor Ort Kerstin G.. Organisatorin und Rednerin von “Querdenken 421. Im Verfassungsschutzbericht 2020 wird ihre Aktivität während einer “Querdenken“-Kundgebung in Bremen-Vegesack erwähnt. Dort hatte sie als Moderatorin u.a. die offen antisemitische Hetze einer Rednerin unterstützt und ergänzt. 

Neben abnehmender Mobilisierungskraft der Bremer “Querdenken“-Szene, waren die AkteurInnen mit antifaschistischen Gegenprotest sowie erhöhter Polizeipräsenz konfrontiert. Nach einer Stunde löste sich die Ansammlung der “Querdenker“- und AfD-AkteurInnen ohne relevante Außenwirkung auf. Angekündigt war in den Telegram-Netzwerken zuvor ein sogenannter “Spaziergang” von drei Stunden. 

Redaktion
AfD Watch Bremen