De Buer allein auf ihrer Party. Am “Bremer Frauenmarsch”, hier auf dem Bahnhofsvorplatz, wollte niemand teilnehmen. Bildquelle: Stadtkontext

Für nächste Woche plant AfD Akteurin De Buer ihren finalen völkischen Aufmarsch durch das Bremer Viertel. Ein Bündnis gegen Rechts will dagegen halten

Zuletzt konnte die Anmelderin der vergangenen Aufmärsche, De Buer, nur noch sich selbst überzeugen. Auf dem Bahnhofsvorplatz brach De Buer ihre Kundgebung ab, mangels Interesse ihrer eigenen Klientel. Nun soll am 07.07.2018, ab 14 Uhr, ihr Aufmarsch unter demselben Label „Frauenmarsch – Kandel ist Überall“ noch groteskere Züge annehmen. Vom Marktplatz, über Viertel und Bahnhofsplatz, wieder zurück zum Marktplatz, soll ihre Route führen. Gegen dieses Vorhaben hat sich das „Bremer Bündnis gegen Rechts“ zusammengefunden. Nach Auskunft des Bündnisses wird ab Hauptbahnhof, um 11.00 Uhr, unter dem Motto „Vehement & Solidarisch – Gemeinsam gegen Antifeminismus, Rassismus & Nationalismus“ eine Demonstration stattfinden.

Florian Meyer, Funktionär der AfD Osnabrück- Gibt sich als “Moderator” aus. In einer FB Unterhaltung sicherte Neonazi und AfD Politiker, Andreas Iloff, “Riko TV” Unterstützung zu. Bildquelle: Screenshot YT, AfD TV Osnabrück

Ebenfalls angekündigt haben sich Akteure des zerstrittenen Kreisverbands AfD Osnabrück. Unter dem Label „RIKO TV“ tritt unter anderem Florian Meyer bei verschiedenen rechtsextremen AfD Aufmärschen als Kommentator auf. Im Interesse der AfD filmen diese Akteure dazu das eigene völkische Treiben für ihren gleichnamigen FB Kanal. Hierzu „interviewen“ sie u.a. Funktionäre und Fans der AfD, um ihnen ein unkritisches Forum zu ermöglichen. Aufnahmen von Protestierenden und JournalistInnen werden von „RIKO TV“ öffentlich gemacht. Dabei lassen sie auf ihrem Kanal unschöne Szenen bewusst aus. Wie beim Aufmarsch in Delmenhorst im Mai diesen Jahres. JournalistInnen konnten eine Vielzahl Neonazis u.a. mit „White Power“ Shirts und entsprechenden Tätowierungen dokumentieren. Auch offene Androhungen von Gewalt wurde gegen JournalistInnen verübt. In den manipulativen Aufnahmen von „RIKO TV“ tauchten diese Akteure der militanten Kameradschaftsszene ebenso wenig auf, wie auch die körperlichen Drohungen gegen JournalistInnen. Dafür ein bewusst verzerrtes Bild des Aufmarsches, ganz im Sinne und Stil üblicher AfD Propaganda. –

Ob diese völkische Provokation erneut ein Desaster für die AfD wird bleibt abzuwarten. Im Augenblick spricht sehr wenig dagegen.

Redaktion
AfD Watch Bremen

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