Peter Beck im Kreise von Identitären, Neonazis und weiteren AfD FunktionärInnen beim AfD Aufmarsch in Stuhr 2017. Im Hintegrund ein IB Akteur und der Bremer JA Chef Teske. Bildquelle: Recherche Nord

Nach massiven Streitigkeiten mit dem ehemaligen Vorsitzenden Frank Magnitz, ist Peter Beck im September 2019 zum Vorsitzenden im Landesvorstand der AfD Bremen gewählt worden. Magnitz musste sein Amt als Parteichef räumen und auch vom AfD-Bundesvorstand wurde Magnitz kalt gestellt. So wurde ihm untersagt, den Parteinamen nach Bruch mit der Fraktion in der Bürgerschaft zu nutzen. So wurde aus der “AfD Gruppe”, die M.R.F.-Gruppe in der Bürgerschaft. – Beck bekleidete vor seiner Wahl zum Parteichef, das Amt des stellv. Landesschatzmeisters des Landesverbandes.

Laut der Bremer AfD-Homepage sei Beck im Polizeidienst tätig gewesen und aus Krankheitsgründen nicht mehr im öffentlichen Dienst. Vor Austritt aus dem Dienst war Beck Polizeihauptmeister bei der Bundespolizei. In der Bürgerschaft ist Beck Mitglied der Deputation für Inneres. Durch anhaltende parteiinterne Streitigkeiten, zerlegte sich kurz nach der Wahl im Mai 2019, die AfD-Fraktion in der Bürgerschaft. Beck steht mit Auflösung der Fraktion in der Bürgerschaft isoliert da. Die Demakationslinien der ehemaligen Fraktion, verlaufen aktuell zwischen dem Bremerhavener AfD-Akteur Thomas Jürgewitz und der Gruppe M.R.F.. Bestehend aus den Akteuren Frank Magnitz, Mark Runge und Uwe Felgenträger. Alle Beteiligten (Gruppe M.R.F, Peter Beck, Thomas Jürgewitz) werfen sich gegenseitig vor, nicht im Interesse der AfD zu handeln. Die Streitigkeiten haben jedoch nicht die politische Ausrichtung des Landesverbandes zum Gegenstand, die auch unter Beck keine Richtungsänderung vorgenommen hat. Bislang drehen sich die Auseinandersetzungen um den Führungsanspruch der zerütteten Verbandes. Hierdurch treten immer wieder Verfehlungen der Akteure in die Öffentlichkeit, die jeweils von den Kontrahenten zur gegenseitigen Diskreditierung genutzt werden. 

Bis auf nach Außen tretende Streitigkeiten im Landesverband, sowie dessen Verbindung zu extrem rechten Netzwerken und AkteurInnen, ist auch mit Blick auf das letzte Quartal 2020 nichts von der AfD im Bundesland Bremen zu hören. Mit Fokus auf die Bundestagswahl 2021, ist der Landesverband insgesamt schlecht aufgestellt. Erschwerend ist die Tatsache, das der Landesverband faktisch vom Verfassungsschutz beobachtet wird, keine funktionierende Jugenorganisation hat und die ständigen Streitigkeiten selbst die eigene WählerInnen-Klientel am rechten Rand abschrecken. Ähnlich ist auch die Situation der AfD in Bremerhaven und der AfD in Niedersachsen. In Bremerhaven traten am 29.09.2020 zwei Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung aus der Fraktion sowie aus der Partei aus. In Niedersachsen übernahmen nach einem Parteitag  in der Woche zuvor Akteure des Flügels den Landesvorstand, was zum Bruch der dortigen Landtagsfraktion führte. 

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Redaktion
AfD Watch Bremen