Mark und Natascha Runge posieren für Facebook Bilder der AfD, Vegesack, Dezember 2018

Mark Runge war bis zu seinem Wechsel 2018 zum Bremer AfD Landesverband, für die Partei Bürger in Wut (BiW) im Beirat Blumenthal aktiv. Mit seiner Ehefrau, Natascha Runge, war dieser zudem Vorstandsmitglied der BiW. Zur Bürgerschaftswahl 2019, errang Mark Runge eine Mandat als Mitglied der Bürgerschaft.

Aktuell lebt Mark Runge mit Natascha Runge in Bremen Nord, im Ortsteil Rönnebeck. Nachdem der “IB” Kader Jonas Schick nicht mehr für MdB Frank Magnitz als Büroleiter tätig war, ersetzte ihn Mark Runge und wurde Magnitz Bürokraft im “Wahlkreisbüro” des AfD Landesverbandes, im Stadtteil Walle. Zuvor arbeitete Runge für eine private Arbeitsagentur als Arbeitsvermittler. 

Rassistische Agitation

Während der rassistischen Pogrome 2014 – 2017, mischte Runge kräftig mit. In der mit Neonazis und extrem rechten AkteurInnen durchsetzen FB-Seite “Rekumer Straße 12 – Nicht mit uns!“, war Runge mit seinem damaligen Parteikollegen und heutigen Hells Angel, Fritjof Balz, damit beschäftigt die Stimmung gegen Geflüchtete anzuheizen. Mit Erfolg. – Auch In Bremen brannten in dieser Zeit in verschiedenen Stadtteilen noch nicht bezogene Asyleinrichtungen. Ein Kritiker der ihn online, aufgrund der aggressiven rassistischen Hetze,  als “rechtes Schwein” bezeichnete, zerrte Runge vors Gericht. Auch in anderen extrem rechen FB-Gruppen agitierte Mark Runge. So war Runge nach Recherchen der taz in der Pegida-Sympathisanten-Gruppe „SPW Sammelbecken politischer Wutbürger“ sowie der Gruppe „Konservative Bürgerbewegung“, in der selbst die AfD schon mal als „linkspopulistisch galt.

Magnitz winkt mit Mandat, Übertritt zur AfD

Runge tritt seit seinem Wechsel zur AfD, als ständige Begleitung extrem rechter AkteurInnen der Bremer AfD auf. Darunter Marvin Mergard, Robert Teske und Alexander Tassis. Bei einer Veranstaltung des Landesverbandes in der Bürgerschaft, bei dem Akteure mit einschlägig neonazistischen Biografien referierten, sowie mitunter “IB” Kader von der AfD eingeladen waren, fungierte Runge als Saalschutz der AfD. Gemeinsam mit Teske sprach er sich darin ab, eine Abgeordnete der Linkspartei nicht erneut in den Saal zu lassen. 

Zu den Beiratssitzungen in Walle, bei dem der AfD Akteur Gerald Höns seit 2015 ein Mandat hat, sitzt Runge mit Natascha Runge und weiteren AfD AkteurInnen, im Zuschauerbereich und kommentiert hämisch die Reaktionen der anderen Fraktionen. Im Kreise weiterer AfD Funktionäre. Sein eigenes Mandat als Beirat, für die BiW in Blumenthal, legte Runge bei seinem Eintritt in die AfD nieder. Um ausgerechnet daraufhin im Beirat Walle zuzusehen, wie Gerald Höns den Beirat stört. Außerhalb der inzwischen beendeten Tätigkeit als BiW Beirat, bei dem Runge oft nicht anwesend war, hat er keine politischen, sozialen oder kulturellen Leistungen für die Gemeinde vorzulegen, die ihn für ein Abgeordneten-Amt im Landesparlament qualifizieren würden. Den Beobachtungen nach, geht es wohl mehr um das Einkommen, das ein Bürgerschaftsmandat verspricht, als um politische Ambitionen im Interesse der eigenen Klientel. Die zeigte Runge schon als BiW Beirat nicht. Wie seine geringe Anwesenheits-Quote und vorzeitige Mandatsniederlegung dokumentieren. 

Potentiell Gewaltbereit

2015 war Runge als BiW Akteur, gemeinsam mit den ehemaligen BiW Akteuren, Oliver Meier und Fritjof Balz, sowie einem ehemaligen AfD Akteur Christoph Seidl, unterwegs in Bremen Nord Jugendliche zu jagen. Die sie beschuldigten Wahlplakate zerstört zu haben. Gemeinsam fuhren sie in einem Werbefahrzeug der BiW zu einem linken Jugendtreff, um die im Haus anwesenden Jugendlichen des Nachts zu bedrohen. Obwohl die BiW und AfD Akteure keine Beweise hatten für ihre Anschuldigungen, ließen sie nicht von ihrem Plan ab und griffen zur Selbstjustiz. Der Fall wurde auch in den Medien publik. Einer von vielen Fällen bei BiW und AfD, die demonstrieren, dass für sie der Rechtsstaat nichts zählt, solange sie sich nicht als Opfer aufspielen können. 

Redaktion
AfD Watch Bremen

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