Extreme Rechte = In Abgrenzung zum »Rechtsextremismus«-Begriff, samt der dahinterstehenden Welt der Extremismustheorie,  sprechen kritische Wissenschaftle­r_innen und linke Gruppen immer häufiger von der »extremen Rechten«. (Quelle: AIB)

Völkisch-nationalistisch = Das rassistische Konzept des völkischen Nationalismus bildet die gemeinsame weltanschauliche Basis der völkischen Bewegung. Es geht von dem essentialistischen Konstrukt als „Völker“ oder „Volksgruppen“ bezeichneter Bevölkerungsgruppen aus, die jeweils geschlossene ethnische Einheiten innerhalb einer Hierarchie solcher Populationen bilden würden. Zeitweise war der völkische Nationalismus in Mitteleuropa eine breite und vorherrschende ideologische Sichtweise, repräsentiert in zahlreichen nationalistischen, explizit antisemitischen und sonstigen rassistischen Zusammenschlüssen aller Art mit vielen Publikationen und bekannten Persönlichkeiten. Heute nimmt er auch die Gestalt des Ethnopluralismus an. Politisch verortet wurde und wird er am rechten Rand und zugleich als „Extremismus der Mitte“, da seine sozialen Träger vor allem die Mittelschichten sind. (Quelle: Wikipedia)

Ultranationalsismus – Der Begriff Ultranationalismus bezeichnet eine übersteigerte nationalistische Einstellung, wie sie auch bei extrem rechten Parteien vorkommt, die ihre Nation weit über andere erhöhen und daraus einen Herrschaftsanspruch über andere ableiten. In Deutschland findet er bislang noch wenig Gebrauch, international ist er dagegen weit verbreitet. So wird in Japan die Ideologie der extremen Rechten (Uyoka) als ultranationalistisch bezeichnet, in der Türkei die Partei Milliyetçi Hareket Partisi (MHP). Ziel der MHP-Gruppierungen ist es, Türkentum, Islam sowie das Macht- und Überlegenheitsgefühl aus der osmanischen Vergangenheit ideologisch miteinander zu verknüpfen. Auch in der russlandbezogenen Rechtsextremismusforschung spielt Ultranationalismus eine große Rolle, denn in einer Reihe extremistischer politischer Gruppierungen geht die Überhöhung Russlands mit einer ausgeprägten, auch gewalttätigen Fremdenfeindlichkeit einher. (Quelle: Demokratie leben)

Faschismus/faschistisch – In seinem im Jahre 2004 veröffentlichten Buch The Anatomy of Fascism definiert der US-amerikanische Geschichtsprofessor Robert O. Paxton Faschismus so: „Faschismus kann definiert werden als eine Form des politischen Verhaltens, das gekennzeichnet ist durch eine obsessive Beschäftigung mit Niedergang, Demütigung oder Opferrolle einer Gemeinschaft und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Stärke und Reinheit, wobei eine massenbasierte Partei von entschlossenen nationalistischen Aktivisten in unbequemer, aber effektiver Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten demokratische Freiheiten aufgibt und mittels einer als erlösend verklärten Gewalt und ohne ethische oder gesetzliche Beschränkungen Ziele der inneren Säuberung und äußeren Expansion verfolgt.“

Als „faschistoid“ werden Eigenschaften bzw. Haltungen bezeichnet, die faschistische Züge tragen oder dem Faschismus ähnlich sind, meist jedoch in abgeschwächter oder differenzierter Form auftreten. Auch einzelne Bestandteile einer Ideologie bzw. eines politischen Systems werden manchmal als „faschistoid“ bezeichnet. Man spricht dann von „faschistoiden Tendenzen“ des jeweiligen Systems bzw. der betreffenden Ideologie.

Neurechte – Der Begriff Neue Rechte (englisch: New Right, französisch: Nouvelle Droite) bezeichnet die Konzeption (wie partiell auch Selbstbezeichnung) einer uneinheitlichen, rechtsgerichteten politischen Strömung in verschiedenen Staaten. Die deutschsprachige Variante wird als „Gegenmodell“ zur Neuen Linken verstanden, grenzt sich von der dem Nationalsozialismus verhafteten „alten Rechten“ ab, ist vor allem intellektuell ausgerichtet und sucht Querverbindungen ins konservative Spektrum. Charakteristisch für die Neue Rechte ist eine Fundamentalkritik an zentralen Verfassungsnormen, in Deutschland auch die Ablehnung tragender Prinzipien des Grundgesetzes; einige Gruppierungen wollen einen völkischen Nationalismus erneuern. (Quelle: Wikipedia)

Identitäre bzw. Identitäre Bewegung – Als Identitäre Bewegung (auch Identitäre Generation, kurz Identitäre) bezeichnen sich mehrere aktionistische, völkisch orientierte Gruppierungen, die ethnopluralistischkulturrassistische Konzepte vertreten. Sie gehen von einer geschlossenen „europäischen Kultur“ aus, deren „Identität“ vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Politikwissenschaftler ordnen die Gruppe durchgängig als eine Spielart des Rechtsextremismus ein. (Quelle: Wikipedia)

Neonazi – Neonazismus (altgr. νέος néos ‚neu‘, ‚jung‘ und Nazismus) ist die Wiederaufnahme nationalsozialistischen Gedankenguts nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der NS-Diktatur. Vertreter des Neonazismus werden Neonazis genannt; der Begriff steht im Gegensatz zu Altnazis (auch Alt-PG, „Parteigenosse“), den Trägern der nationalsozialistischen Ideologie, die diese bereits während der nationalsozialistischen Herrschaft übernommen hatten.

Extremismus der Mitte – Der Begriff Extremismus der Mitte wurde von Seymour Martin Lipset in die Soziologie eingeführt. In seinem Buch Political Man (1959) schrieb er, dass der linke Extremismus seine Basis in den unteren Schichten und der Arbeiterklasse habe, der rechte Extremismus in den Oberschichten verankert sei und der Faschismus in der sozioökonomischen Mittelschicht beheimatete sei. Den Begriff Faschismus definierte er nicht näher.[2] Damit erweiterte der Soziologe die Analyse Theodor Geigers, der die Wahlerfolge der NSDAP seit Beginn der 1930er Jahre aus der Reaktion des Mittelstandes auf die Weltwirtschaftskrise erklärte, auf die zeitdiagnostische (je aktuelle) Analyse antidemokratischer extremistischer Bewegungen aus der Mitte der Gesellschaft. Die Extremismen von links und rechts wurden damit um einen neuen Typus ergänzt, der Faschismus als eine typische Mittelschichtbewegung erklärte. (Quelle: Wikipedia)