Notizen aus Neuschwabenland: Ein PR-Stunt von Götz Kubitschek

Eine Lüge zu viel

Notizen aus Neuschwabenland, Teil 31: Kubitscheks PR-Stunt
Kolumne von Volker Weiß

Es könnte so einfach sein: Am Tag vor der Frankfurter Buchmesse veranstaltete die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt mit der Universität Halle eine Fachtagung zur »Neuen Rechten«, auf der auch der Autor dieser Kolumne vortrug. Die AfD hatte per Presseerklärung die Teilnahme von 13 Abgeordneten angekündigt, um ein kritisches Auge auf die Veranstaltung zu haben. Bei insgesamt 22 Mandaten im Bundesland war das immerhin mehr als die Hälfte ihrer Landtagsfraktion.

Bemerkenswert war zudem die Selbstbezeichnung der Partei als »Neue Rechte« in der Presseerklärung. Eigentlich, so könnte man meinen, haben Abgeordnete in dieser Zahl anderes zu tun, zumal die Fraktion in Sachsen-Anhalt derzeit von schweren inneren Querelen gebeutelt wird. Umso vehementer versuchte man nach außen, eine kritische Tagung zu diskreditieren. Als Lautsprecher sollte dabei vor allem Hans-Thomas Tillschneider agieren. Der Landtagsabgeordnete gilt als AfD-Rechtsaußen. Er ist vor allem als ­Sprecher der »Patriotischen Plattform« aufgetreten und pflegt gute Verbindungen zu den »Identitären« sowie dem Kreis um Götz ­Kubitschek in Schnellroda. Bei der Veranstaltung in Halle machten jedoch weder er noch seine Entourage eine gute Figur. Beinahe jeder Einwurf der AfD musste von den Referenten oder der Moderation zunächst sachlich richtiggestellt werden, da sich die ..

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