Nach Angaben von AfD Bremen handelt es sich bei dieser Person um Dr. Susanne Schmidt – Quelle: alternativefuer-bremen.de (Seite inzwischen offline)

Nach stetiger Änderung der Zusammensetzung der Bremer AfD Parteispitze, tauchte plötzlich 2016 der Name “Dr. Susanne Schmidt” auf. Sie soll nach Angaben der AfD Bremen auf einem der Sonderparteitage gewählt worden sein und zur stellv. Sprecherin auf Vorstandsebene ernannt. Sie wäre, wenn die Wahl auf Tatsachen beruht, nach unseren Recherchen die erste nicht-männliche Person auf Führungsebene der Landes-AfD. Angaben zu ihrer Person gab ausschließlich die inzwischen inaktive Onlineseite alternativefuer-bremen.de der Landes-AfD Bremen. In dieser wurde ein Lichtbild und eine Kurzbiografie angegeben. Auffällig hier ist bereits, das Schmidt zuvor auf Landesebene eines der SprecherInnen gewesen sein soll und nach kurzer Zeit zur stellv. Sprecherin des Kreisverbandes Mitte-West degradiert wurde. Inzwischen wird Dr. Susanne Schmidt gar nicht mehr als Sprecherin oder in anderen Ämtern für die AfD Bremen geführt.

Lückenfüllerin um den Schein zu wahren

Susanne Schmidt trat außer auf dem Papier nie als Sprecherin der Landes-AfD oder in sonst einem Gremium je persönlich in Erscheinung. Es gibt keine Interviews, keine Stellungnahmen, keine Protokolle, keine verzeichneten Anwesenheiten in irgendeinem Gremium. Dinge die üblicherweise Delegierte und SprecherInnen, besonders in dem ihr gesondert zugewiesene Bereich “Wirtschaft und Finanzen“, in einer Partei verantworten. Auch hier sind bisher keine Tätigkeiten zu verzeichnen. Einzig auf zwei Protokollen der Landes-AfD Bremen existiert nur dem Namen nach eine Dr. Susanne Schmidt. Nach wenigen Monaten verschwand die, von der AfD angeblich in eines der höchsten Ämter gewählte “Dr. Susanne Schmidt” wieder aus dem Hauptverzeichnissen und fristete ihre Existenz in der AfD nur noch auf einer Unter-Seite des AfD Kreisverbandes Mitte-West.

Diese Tatsachen sind ungewöhnlich für eine Partei die der Öffentlichkeit gegenüber zur Transparenz und zu ordnungsgemäßer Durchführung der Ämter verpflichtet ist. Funktionen in einer Partei, dem Sinn und Zweck der Gesetzgebung nach, dienen nicht dazu nur formal besetzt zu werden, um möglicherweise so die Privilegien zu erhalten, die mangels Besetzung der vom Gesetzgeber vorgegebenen Ämter wegfallen würden. Gegen manch Partei wurden bereits bei weniger Ungereimtheiten die Behörden aktiv. Dies hier scheint, mit Hinblick auf die häufigen Wechsel der Posten im Landes-Vorstand, Methode zu haben.

Inzwischen ist uns aus verschiedenen Quellen glaubwürdig zugetragen worden, das die Person ‘Susanne Schmidt’ tatsächlich wie in der Biografie der AfD angegeben, als Zahnärztin tätig ist und auch sonst die Biografie den Tatsachen entspricht. Jedoch wurde durch diese Quellen ebenfalls deutlich, das ‘Susanne Schmidt’ lediglich eine formale Lückenfüllerin für den Vorstand war und nicht tatsächlich für die Partei tätig wurde.

Einordnung

Der desolate Zustand der Parteiführung, lässt sich durch dieses Beispiel erneut belegen. Bei der AfD Bremen werden Ämter nur behelfsmäßig belegt mit den nächstbesten Personen. Personen die gar keine echte Besetzung eines Postens anstreben, die für eine demokratische Partei konstituierenden wäre, sondern nur dazu dienen Formvorgaben als Mittel zum Zweck zu erfüllen. Ein Bremer AfD Akteur verdeutlicht die antidemokratischen parteiinternen Zustände anhand seiner Aussagen, die wir in diesem Beitrag beleuchtet haben.

Dieser Umstand stellt erneut eine Blamage für die AfD Bremen dar. Die Partei gelingt es nicht eine stabile Führung zu installieren und mit Personen zu besetzen, die mehr als nur ihren Namen hergeben, damit überhaupt die gesetzlichen Vorgaben erfüllt bleiben. Alexander Tassis wurde aus dem Vorstand gedrängt und andere AfD Mitglieder oder Funktionsträger befinden sich im Rechtsstreit mit dem Vorstand. Im Moment wird offensichtlich nur für die Bundestagswahl 2017 der Schein gewahrt, um potentielle WählerInnen nicht abzuschrecken. 

Redaktion
AfD Watch Bremen